40 Jahre Scheitern im War on Drugs

Heute vor 40 Jahren begann der War on Drugs; US-Präsident Nixon rief ihn am 21. September 1969 aus und startete die “Operation Intercept” an der Grenze nach Mexiko – daran erinnert der österreichische Standard. The Observer benennt allerdings das Jahr 1971 als “Kriegsbeginn” in dem Beitrag “It is time to end the war on drugs“.

Ob “Jubiläumsjahr” oder nicht -  das Prohibitonsregime ist ins Wanken geraten. Der desaströse Drogenkrieg an der mexianischen Grenze zu den USA hat das Fass zum Überlaufen gebracht. So wird im angelsächsichen Medien wird wie nie zuvor der Legalisierung und Regulierung das Wort geredet. Der Bildausschnitt oben stammt von einem Titel des Wochenendmagazin der Financial Times, im dem sich der Beitrag: Why it is time to end the drugs fand.Schön zu lesen ist auch der Guardian-Artikel Why target poppy fields and not breweries über den imaginären Besuch eines Afghanen und die Alkoholindustrie in Großbritannien.

Mehr »


Opium Survey: Leichter Rückgang des Anbaus in Afghanistan

bild-3

Heute veröffentlichte das UN Büro für Drogen und Kriminalität (UNODC) den jährlichen “Opium Survey” für Afghanistan – hier die Zusammenfassung auf Englisch. Um 10 Prozent sei die geerntete Menge zurückgegangen: Von 7.700 Tonnen im vergangenen Jahr auf etwa 6.600 Tonnen Rohopium. Die Anbaufläche habe sich sogar um über 20 Prozent verringert – von 157.000 Hektar auf 122.000. Dem gegenüber standen offenbar gute klimatische Bedingungen, die eine Steigerung des Ertrags der Mohnpflanzen ermöglichte.

Damit geht der Opiumanbau – zumindest nach diesen offiziellen Zahlen – in Afghanistan im zweiten Jahr zurück. Allerdings befindet er sich immer noch auf einem hohen Niveau; es wurden immer noch rund 50.000 Tonnen mehr geerntet als 2002, dem Jahr nach der Invasion der USA und NATO.

Mehr »