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	<title>Internationale Drogenpolitik &#187; Deutschland</title>
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	<description>Über Prohibition &#38; Entwicklungspolitik</description>
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		<title>&#8220;Künstlich-synthetisches&#8221; Heroin</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 10:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Heroin]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ein &#8220;Wunder für die Junkies&#8221; bezeichnete ein Kommentator die beschlossene Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes und anderer Verordnungen. Seit 2002 war in mehreren Städten ein Modellprojekt gelaufen. Ende Mai 2009 hat der Bundestag die (Gesetzentwurf als pdf) mit Stimmen von SPD, Grüne und Linke ein Gesetz beschlossen, dass die Vergabe von Diamporphin (=Heroin) an mindestens fünf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-149 aligncenter" title="heroinformel" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/06/heroinformel.gif" alt="heroinformel" width="486" height="264" />Als ein &#8220;Wunder für die Junkies&#8221; bezeichnete ein <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1242833474496.shtml" target="_blank">Kommentator</a> die beschlossene Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes und anderer Verordnungen. Seit 2002 war in mehreren Städten ein <a href="http://www.heroinstudie.de/" target="_blank">Modellprojek</a>t gelaufen. Ende Mai 2009 hat der Bundestag die (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/115/1611515.pdf" target="_blank">Gesetzentwurf als pdf</a>) mit Stimmen von SPD, Grüne und Linke ein Gesetz beschlossen, dass die Vergabe von Diamporphin (=Heroin) an mindestens fünf Jahre lang Schwerstabhängige ermöglicht. Die müssen mindestens 23. Jahre alt sein und zwei nachweisbare Entzugsversuche hinter sich haben.</p>
<p style="text-align: left;">Die unsinnige Wortschöfpungen &#8220;künstliches&#8221; oder &#8220;synthetisches&#8221; Heroin, die im Zuge der Entscheidung durch manche Medien geisterten, wird im <a href="http://www.stilstand.de/archives/2456" target="_blank">Stillstand-Blog</a> treffend erklärt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8220;&#8230;um die Stammtische und die leichtgläubigen Berichterstatter zu beeindrucken, damit die einen Unterschied zu machen lernen zwischen dem bösen Straßenheroin und dem guten Drogentherapie-Heroin vom zertifizierten Apotheker.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"><span id="more-147"></span></p>
<p style="text-align: left;">Heroin ist ein Laborprodukt, deswegen also grundsätzlich künstlich; &#8220;Diamorphin&#8221; entsteht nunmal aus einer Synthese von organischen Bestandteilen bzw. Extrakten der Mohnpflanze und weiteren chemischen Zutaten (Essigsäureanhydrid).</p>
<p style="text-align: left;">In einem ähnlichen Gesetzesantrag von 2007 für den Bundesrat wird erläutert, warum der Vertrieb des Diamorphin direkt vom Hersteller zu den Vergabestellen &#8211; ohne Umweg über die Apotheker &#8211; geschehen sollte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8220;Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Diamorphin nicht über den vom AMG [Arzneimittelgesetz] üblicherweise vorgesehenen Vertriebsweg (vom Hersteller über den pharmazeutischen Großhändler und die Apotheke), sondern nur auf einem Sondervertriebsweg unmittelbar vom pharmazeutischen Unternehmer zur behandelnden Einrichtung geliefert werden soll.</p>
<p>Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Diamorphinbestände auch in der Form einer Arzneimittelzubereitung in hohem Maße gefährdet sind, weil eine erhebliche kriminelle Energie auf die Beschaffung dieses Stoffes gerichtet ist. Dies macht Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, die von Apotheken nicht erwartet werden können. Außerdem müssen die Transporte, die besonders gefährdet sind, möglichst reduziert und auf die Versorgung der zugelassenen Behandlungseinrichtungen beschränkt werden.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">(aus: Entwurf eines Gesetzes über die diamorphingestützte Substitutionsbehandlung,  S. 10, Abschnitt C <a href="http://www.akzept.org/pdf/aktuel_pdf/nr20/bu_ge_hamburg_hessen.pdf" target="_blank">pdf)</a></p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.heroinstudie.de/" target="_blank"></a></p>
<p>Zum Markenamen Heroin: Buch <a href="http://books.google.de/books?id=cqJDGipF0sQC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=heroin#PPA63,M1" target="_blank">&#8220;Heroin&#8221; bei Google-Books</a></p>
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		<title>Bundesregierung: Widersprüchliches zur Drogenpolitik</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/05/bundesregierung-widerspruchliches-zur-drogenpolitik/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[CND]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>

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		<description><![CDATA[In Reaktion auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen vom März 2009, äußerte sich die Bundesregierung  zur internationalen Drogenpolitik. Die Anfrage stand im Zusammenhang der 52. Tagung der Commission of Narcotic Drugs (CND) der Vereinten Nationen. Auf die Frage, ob das &#8220;globale Drogenproblem&#8221; zu lösen sei, wurde u.a. geantwortet: &#8220;Dabei ist der Bundesregierung bewusst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_138/08.html" target="_blank">Reaktion auf eine kleine Anfrage</a> der Bundestagsfraktion der Grünen vom März 2009, äußerte sich die Bundesregierung  zur internationalen Drogenpolitik. Die Anfrage stand im Zusammenhang der <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/commissions/CND/session/52.html" target="_blank">52. Tagung</a> der Commission of Narcotic Drugs (CND) der Vereinten Nationen. Auf die Frage, ob das &#8220;globale Drogenproblem&#8221; zu lösen sei, wurde u.a. geantwortet: &#8220;Dabei ist der Bundesregierung bewusst, dass es eine &#8216;weitgehend drogenfreie Welt&#8217; nie gegeben hat und wohl auch nie geben wird.&#8221;</p>
<p>Nach diesem Eingeständis widersprach sich die Bundesregierung im Verlauf der Antworten auf die in acht Fragen gegliederte kleine Anfrage (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/126/1612628.pdf" target="_blank">pdf</a>). So wird festgestellt: &#8220;Wissenschaftliche Untersuchungen für die Wirksamkeit von Verbot und Rechtsdurchsetzung liegen der Bundesregierung nicht vor. So ist etwa eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützte &#8216;Bilanzierung&#8217; der kriminalistischen Wechselbeziehung zwischen Rauschgiftbekämpfung und Drogenangebot nicht bekannt.&#8221;</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
<p>Einige Absätze später wird dann aber offenbar aus dem Bauch heraus entschieden: &#8220;Außerdem ist davon auszugehen, dass sich Angebot und Nachfrage ohne die erheblichenAnstrengungen, die die internationale Gemeinschaft, die nationalen Staaten und die im Drogenbereich tätigen Institutionen und Organisationen unternommen haben, mit Sicherheit noch deutlich schlechter entwickelt hätten.&#8221;</p>
<p>Es gibt also keine wissenschaflichte Grundlage dafür, dass die Repression in Sachen illegalisierter Drogen einen Effekt hat, aber trotzdem sei &#8220;davon auszugehen&#8221;, dass es sonst noch viel schlimmer gekommen wäre. Dies ist aber zumindest sehr zweifelhaft, siehe beispielsweise <a href="http://dropo.net/2009/04/kein-anstieg-des-konsumsdekriminalisierung-von-drogen-in-portugal/" target="_blank">die jüngste Untersuchung zur liberalen Drogenpolitik</a> in Portugal.</p>
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