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	<title>Internationale Drogenpolitik &#187; Großbritannien</title>
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	<description>Über Prohibition &#38; Entwicklungspolitik</description>
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		<title>Tabubruch: Britischer Regierungsberater gefeuert</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/11/tabubruch-britischer-regierungsberater-gefeuert/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 11:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Legalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Tabak]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Vorsitzende des britischen Advisory Council on the Misuse of Drugs (ADMD), David Nutt, wurde vergangen Freitag vom britischen Innenminister Alan Johnson entlassen. Letzterer argumentiert: &#8220;Er wurde gebeten zu gehen, weil er nicht gleichzeitig Regierungsberater und Aktivist gegen Regierungspolitik sein kann&#8221;.
Im Zentrum der Auseinandersetzung ist die Neubewertung von Cannabis durch die britische Regierung. Entgegen dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-255" title="estimating_drug_harms-3" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/11/estimating_drug_harms-3.png" alt="estimating_drug_harms-3" width="480" height="324" /></p>
<p>Der Vorsitzende des britischen <a title="Advisory Council on the Misuse of Drugs" href="http://drugs.homeoffice.gov.uk/drugs-laws/acmd/">Advisory Council on the Misuse of Drugs</a> (ADMD), David Nutt, wurde vergangen Freitag vom britischen Innenminister Alan Johnson entlassen. Letzterer <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/2009/nov/02/drug-policy-alan-johnson-nutt" target="_blank">argumentier</a>t: &#8220;Er wurde gebeten zu gehen, weil er nicht gleichzeitig Regierungsberater und Aktivist gegen Regierungspolitik sein kann&#8221;.</p>
<p>Im Zentrum der Auseinandersetzung ist die Neubewertung von Cannabis durch die britische Regierung. Entgegen dem Rat von ACMD wurde sie dieses Jahr aus <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/drugs/drugs-law/Class-a-b-c/" target="_blank">Kategorie C wieder auf Kategorie B</a> hinaufgestuft und damit mit höheren Strafen für Nutzer und Händler belegt.</p>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Nutt hatte im Sommer einen Vortrag gehalten, der am Freitag in gedruckter Fassung vom Centre for Crime and Justice Studies veröffentlicht wurde: <a href="http://www.crimeandjustice.org.uk/estimatingdrugharms.html" target="_blank">Estimating drug harms:a risky business?</a> (pdf, 13 S.). Dort rührt Nutt an einem Tabu, da er die Gefährlichkeit von Alkohol und Tabak in Relation zu den illegalisierten Drogen setzt: &#8220;Wir müssen auf allen Ebenen voll auf Harm Reduction-Ansätze setzen und vor allem die künstliche Abtrennung von Alkohol und Tabak als &#8220;Nicht-Drogen&#8221; beenden.&#8221; Laut Nutt sei Cannabis und Ectasy harmloser als Alkohol.</p>
<p>Die britische Regierung sieht sich nun vor dem Problem, dass offenbare zahlreiche oder sogar alle Mitglieder des 30-köfpigen Drogenbeirats über einen Rücktritt nachdenken; zwei vollzogen diesen bereits am Wochenende, <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/2009/nov/02/david-nutt-alan-johnson-drugs" target="_blank">wie der Guardian berichtete</a>.</p>
<p>Die Meinung in der britischen Presse sind geteilt. Die rechtskonservative Kommenatorin Melanie Phillips <a href="http://www.melaniephillips.com/articles-new/?p=691" target="_blank">sieht in der Zeitung Daily Mail </a>eine Kampagne von Pharmaindustriellen am Werk, die auf Drogenlegaliserung spekuliere, um damit Geld zu verdienen. Darüberhinaus behauptet Phillips Drogen wie Alkohol ließen sich nicht mit illegalisierten Drogen vergleichen. Auch wiederholt sie das ewig gleiche und unbelegte Argument, dass die Relativierung der Gefahr &#8220;illegaler Drogen&#8221; mehr Jugendliche in den &#8220;Drogen-Aufzug&#8221; befördern würde.</p>
<p>Ganz anders <a href="http://www.politics.co.uk/comment/legal-and-constitutional/comment-lying-to-kids-is-the-first-lesson-of-politics-$1337484.htm" target="_blank">sieht es Ian Dutt</a>: Er geht auf die aufgeklärte Sicht von Jugendlichen in Drogenfragen ein und stellt im Zusammenhang mit dem Fall Nutts fest: &#8220;Es könnte gar keine bessere Stunde geben ein politisch bewußtes Leben zu starten: Die Regierung gibt nicht die Wahrheit von sich&#8221;.</p>
<p>Letztlich scheint der Innenminister ein Eigentor geschossen zu haben. Erstes fragt sich nun, warum man Berater braucht, wenn sie sowie so nur der Meinung der Regierung sein dürfen? Und zweitens, hat er ungewollt eine Debatte in Gang gesetzt, die an den Grundpfeilern der Drogenprohibition rührt. Angesichts der Vorgänge in den USA in Sachen Diskurs über die Cannabislegalisierung ein schlechter Zeitpunkt für Prohibitonsbefürworter.</p>
<p>(Die oben stehende Grafik stammt aus der Publikation des Vortrags von Nutt)</p>
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		<title>&#8220;Nice people take drugs&#8221;-Kampagne (Update)</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/06/nice-people-take-drugs-kampagne/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 14:43:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Legalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Buswerbung als &#8220;zivilgesellschaftliches&#8221; Kampagnen-Tool scheint zumindest in Großbritannien Konjunktur zu haben &#8211; nach atheistischer Buswerbung, die auch hierzulande Nachahmer fand, ist jetzt &#8220;Nice people take drugs&#8221; auf Doppeldeckern zu lesen. Dahinter steckt die britische NGO Release. Eine ihrer Mitarbeiterinnen erklärte in einem Guardian-Blog, dass es darum ginge, als erstes das Tabu über Drogen zu brechen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://www.release.org.uk/nice-people-take-drugs/nice-people-take-drugs_bus-ad2.jpg" alt="" width="515" height="230" /></p>
<p>Buswerbung als &#8220;zivilgesellschaftliches&#8221; Kampagnen-Tool scheint zumindest in Großbritannien Konjunktur zu haben &#8211; nach atheistischer Buswerbung, die auch <a href="http://www.buskampagne.de/" target="_blank">hierzulande Nachahmer fand</a>, ist jetzt &#8220;Nice people take drugs&#8221; auf Doppeldeckern zu lesen. Dahinter steckt die britische NGO <a href="http://www.release.org.uk" target="_blank">Release</a>. Eine ihrer Mitarbeiterinnen erklärte in einem <a href="http://www.guardian.co.uk/society/joepublic/2009/jun/04/drugs-do-work" target="_blank">Guardian-Blog</a>, dass es darum ginge, als erstes das Tabu über Drogen zu brechen &#8211; deswegen schicke man Busse mit besagter Botschaft durch London, um eine faire, wahrhaftige Debatte über Drogengebrauch &#8211; und politik anzuschieben. (via <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2009/06/nice-people-take-drugs.html" target="_blank">Transform-Blog</a>)</p>
<p>Update 11.06.09: Die Kampagne wurde <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/jun/09/nice-people-drugs-ads-pulled" target="_blank">laut Guardian</a> seitens der beauftragen Werbefirma gestoppt; eine der Begründungen: Hätte der Slogan &#8220;Auch nette Leute nehmen Drogen&#8221; oder ähnlich gelautet, hätte es weniger Anlass zur Beschwerde gegeben.</p>
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		<title>UK-Studie: Milliarden sparen durch Legalisierung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 12:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Legalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die britische NGO Transform hat heute eine Studie über die möglichen Kostenersparnisse durch eine Legalisierung und Regulierung der derzeit illegalisierten Drogen veröffentlicht.

Die Kosten der Prohibition in Englang und Wales belaufen sich demnach auf etwa 20 Milliarden Euro (2003/2004). Die Studie (pdf) listet detailiert auf, was die Prohibiton im einzelnen kostet (Gefängnis, Strafverfolgung etc.). Dem gegenüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-59" title="prices" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/04/prices.gif" alt="prices" width="513" height="500" /></p>
<p>Die britische NGO Transform hat heute eine <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2009/04/transform-publishes-comparative-cost.html" target="_blank">Studie über die möglichen Kostenersparnisse</a> durch eine Legalisierung und Regulierung der derzeit illegalisierten Drogen veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-57"></span></p>
<p>Die Kosten der Prohibition in Englang und Wales belaufen sich demnach auf etwa 20 Milliarden Euro (2003/2004). Die Studie (<a href="http://www.tdpf.org.uk/TransformCBApaper.pdf" target="_blank">pdf</a>) listet detailiert auf, was die Prohibiton im einzelnen kostet (Gefängnis, Strafverfolgung etc.). Dem gegenüber wird ebenso ausführlich entlang verschiedener Posten (Verschreibungskosten, Regulierungsbehörde usw.) vorgerechnet, welche Einsparungen durch die Legalisierung jährlich möglich wäre:</p>
<p>Für ein Szenario nach Legalisierung und Beginn der Regulierung mit</p>
<ul>
<li>50% Rückgang des Drogenkonsums = etwa 15.5 Millarden Euro Einsparung</li>
<li>gleichbleibendem Drogenkonsum = etwa 12 Millarden Euro Einsparung</li>
<li>50% Steigerung des Drogenkonsums = etwa 8,5 Milliarden Euro Einsparung</li>
<li>100%Steigerung des Drogenkonsums = etwa 5 Millarden Euro Einsparung</li>
</ul>
<p>(Die Grafik oben zeigt die Preisentwicklung für Heroin und Kokain in Großbritannien, aus: <a href="http://www.beckleyfoundation.org/policy/reports.html" target="_blank"><span class="btlnk">XIV &#8211; Understanding Drug Markets And How To Influence Them</span></a>, S. 2).</p>
<p>(Bei der<a href="http://www.idmu.co.uk/" target="_blank"> Independent Drug Monitor Unit</a> finden sich eine Übersicht über die Straßenverkaufspreise von illegalisierten Drogen im Vereinigten Königreich.)</p>
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