Überblick über die aktuelle
Legalisierungs-Diskussion in den USA

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In den letzten Monaten nahm die Diskussion über die Legalisierung, zumindest von Cannabis, in den USA zu. Als Gründe sind – neben der drogenbedingten hohen Gefängnispopulation im Land selbst – der Krieg in Afghanistan (Opium/Heroin) und der Drogenkrieg in Mexiko an der Südgrenze der Vereinigten Staaten zu nennen. Weiter gibt es neue Entwicklungen in Sachen Nutzung von medizinischem Cannabis.

Das renommierte Time Magazine widmete Anfang April 2009 gleich drei Beiträge dem Thema: Im Beitrag Why Legalizing Marijuana makes Sense erinnert der Autor daran, dass fast 50 Prozent aller Verhaftungen in den USA im Zusammenhang mit Cannabis stehen; mit fünf Prozent Anteil an der Weltbevölkerung, aber 25 Prozent aller Gefängnisinsassen seien die USA der “kriminellste” Staat der Erde (mehr zum US-Strafsystem bei PEW-Center und Sentencing Project). Rund 100 Millionen Einwohner der USA haben in ihrem Leben schon einmal Cannabis konsumiert, heißt es bei drugscience.org.

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UK-Studie: Milliarden sparen durch Legalisierung

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Die britische NGO Transform hat heute eine Studie über die möglichen Kostenersparnisse durch eine Legalisierung und Regulierung der derzeit illegalisierten Drogen veröffentlicht.

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Kurzfilm: Kolumbien – War on Drugs, War on people

Die NGO Witness for Peace hat einen 25-minütigen Kurzfilm “Shoveling Water” produziert. Der englischsprachige Streifen führt auf die Koka-Plantagen mitten in Kolumbien. U.a. geht es um die Folgen des Besprühens der Region mit Pflanzengift aus der Luft.


Drogen- und Entwicklungspolitik in Laos

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Diplomarbeit von 2003 – zum Download:

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche

Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die verschiedenen Verfahren der Drogenkontrolle, die den Staat und das Leben der Bewohner „entwickeln“ wollen, soll Laos „drogenfrei“ werden. Als Ursache für den Anbau von Drogenpflanzen ist Armut als maßgeblicher Faktor identifiziert worden. Armutsbekämpfung sei gleich Drogenbekämfpung und umgekehrt, heisst es.

Die angewendeten Verfahrensweisen zur Drogenkontrolle lassen sich in drei Gruppen aufteilen: genuine Entwicklungsstrategien, wie ländliche Entwicklung und Pflanzensubstitution; repressive Massnahmen, wie Feldervernichtung und Bestrafung; drittens Programme zur Prävention und für den Entzug von Abhängigen. Das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (UNDCP – heute UNODC) wandert auf einem Grat zwischen „Entwicklung“ und Repression. Es bietet Zuckerbrot und lässt mit der Peitsche drohen, um sein vorrangiges Ziel zu erreichen: die Ausrottung der jeweiligen Drogenpflanze.

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Internationale Drogenkontrolle und afghanisches Opium

Vom Rauschmittel zum Medikament – 08.05.2007

In Afghanistan wird auch dieses Jahr eine Rekordopiumernte erwartet. Aus dem Opium wird Heroin vorwiegend für den europäischen Rauschgiftmarkt hergestellt. International mehren sich die Stimmen, die fordern, den afghanischen Schlafmohn für die Herstellung von Medikamenten wie Morphium und Codein zu nutzen. Doch die UN-Drogenkontrollbehörden und die US-Regierung halten nichts von der Idee.

Link zum Artikel bei Telepolis


Bauernopfer im Goldenen Dreieck

Die Anti-Drogen-Programme der UN führen in Burma zu sozialer Not

Eigentlich sollen so genannte Alternative Entwicklungsprogramme der Vereinten Nationen (UN) in Südostasien die Opiumproduktion durch legale Agrarprodukte ersetzen helfen. Im Shanstaat in Burma, einem der wichtigsten Anbaugebiete für Schlafmohn, entfaltet sich durch den Opiumbann jedoch zunehmend eine humanitäre Krise. Die UN kann kaum mehr die Folgen ihrer eigenen Anti-Drogen-Politik abfedern.

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