USA: Fotos einer Cannabis-Ernte

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Der Fotograf Mathieu Young hat vergangenes Jahr eine Cannabis-Ernte in Northern Carolina begleitet. Etwa um diese Jahreszeit – derzeit ist dort wieder Erntezeit. Hier eine Auswahl der Fotos bei good mit etwas Hintergrund (Engl.) – und hier die Website des Fotografen (Flash-Galerien)


Drogen-Dialektik

Ein sechsminütiger Clip über die Schizophrenie in Sachen legaler und illegalisierter Drogen: Das englischsprachige Video schneidet Szenen aus Werbeclips für Medikamente und Aussagen von Komikern/Kabarettisten zusammen (via hanfplantage).

Produziert wurde der Kurzfilm von den Machern des Dokumentarfilms “American Drug War” (2008). Der zeigt in zum Teil recht drastischen Bildern den Alltag einer gescheiterten Drogenpolitik und die simplen Argumentationsmuster derjenigen, die sie umsetzen.

Die  gleiche Produktionsfirma – “Sacred Cow” – arbeitet derzeit an einer Dokumenation über die Freigabe von Cannabis für medizinische Zwecke im US-Bundesstaat Kalifornien: “How Weed Won the West“.

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Rauchzeichen in Kalifornien

In den USA und in Mexiko ist der War on Drugs gescheitert. Die Legalisierung kleiner Mengen könnte neue Steuerquellen erschließen. Erste Lockerungs-Signale gibt es schon

Die Probleme eines Arnold Schwarzeneggers lassen sich mit Muskelspielen nicht mehr lösen: In Kalifornien stehen angesichts eines riesigen Haushaltsdefizits massive Einsparungen an, 5.000 Staatsangestellte stehen vor dem Aus. In der kommenden Woche stimmen die Bürger des Bundesstaats über Budgetmaßnahmen ab – bei einem Nein droht Schwarzenegger ein noch größeres Loch im Etat.Bis 2010 fehlen mehr als 40 Milliarden Dollar.

Vor diesem Hintergrund läuft im Sonnenstaat eine Drogen-Diskussion, in der erstmals in den USA auch gestandene Konservative das Wort Legalisierung in den Mund nehmen. Auch Schwarzenegger meint, es sei zwar nicht der Zeitpunkt für eine Legalisierung – aber die richtige Zeit, über sie zu diskutieren. Kein Wunder: Schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar könnten eine Besteuerung des Cannabiskonsums einbringen.

Es gibt noch einen anderen Grund: Die USA sind in zwei „Wars on Drugs“ in Afghanistan und Kolumbien verstrickt, ein dritter tobt vor der eigenen Haustür: Seit 2006 hat der Drogenkrieg in Mexiko an Intensität zugenommen, der bisher schon über 10.000 Tote forderte. Sowohl die Waffen für das Töten als auch die Nachfrage nach den Drogen kommen aus den USA.

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Der Drogenkrieg an der USA/Mexiko-Grenze

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In einem Hintergrundbericht beim Deutschlandfunk – Mörderisch erfolglos (25-04-09) -wird von dem anhaltenden Drogenkrieg an der Grenze zwischen den USA und Mexiko berichtet. Dort wird unter anderem auf die ökonomischen Interessen der Waffenlobby in den USA verwiesen: “Von mehr als 107.000 Waffengeschäften im Land liegen 12.000 nahe der Grenze zwischen den USA und Mexiko.”

Im  Blog “Act Now” (The Nation) erinnert Peter Rothberg an die “Inter-American Convention Against the Illicit Manufacturing of and Trafficking in Firearms, Ammunition, Explosives and other Related Items” (span. Abkürzung: CIFTA). Die USA gehören zu fünf von 35 Staaten der Organisation of the Americans (OAS), die das Vertragswerk nicht ratifiziert haben.

Um den Hintergrund des Marijuana Tax Act, der Ende der 30er-Jahre die Drogenprohibiton in den USA festschrieb, findet sich in der aktuellen Ausgabe von “The Nation” der Beitrag “Blowback at the Border“.

Interaktive Karte der Los Angeles Times zum Thema (siehe Bild) hier.


Überblick über die aktuelle
Legalisierungs-Diskussion in den USA

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In den letzten Monaten nahm die Diskussion über die Legalisierung, zumindest von Cannabis, in den USA zu. Als Gründe sind – neben der drogenbedingten hohen Gefängnispopulation im Land selbst – der Krieg in Afghanistan (Opium/Heroin) und der Drogenkrieg in Mexiko an der Südgrenze der Vereinigten Staaten zu nennen. Weiter gibt es neue Entwicklungen in Sachen Nutzung von medizinischem Cannabis.

Das renommierte Time Magazine widmete Anfang April 2009 gleich drei Beiträge dem Thema: Im Beitrag Why Legalizing Marijuana makes Sense erinnert der Autor daran, dass fast 50 Prozent aller Verhaftungen in den USA im Zusammenhang mit Cannabis stehen; mit fünf Prozent Anteil an der Weltbevölkerung, aber 25 Prozent aller Gefängnisinsassen seien die USA der “kriminellste” Staat der Erde (mehr zum US-Strafsystem bei PEW-Center und Sentencing Project). Rund 100 Millionen Einwohner der USA haben in ihrem Leben schon einmal Cannabis konsumiert, heißt es bei drugscience.org.

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