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	<title>Internationale Drogenpolitik &#187; Südostasien</title>
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	<description>Über Prohibition &#38; Entwicklungspolitik</description>
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		<title>Burma: Bäuerinnen über den von der Junta geduldeten Opiumanbau</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 14:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Myanmar/Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Südostasien]]></category>
		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-311 alignright" title="poisoned" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2010/02/poisoned.jpg" alt="poisoned" width="180" height="259" />Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.</p>
<p>Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der <a href="http://www.womenofburma.org/" target="_blank">Women&#8217;s League of Burma</a> und der &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; veröffentlicht worden. &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedHillsFinal.pdf" target="_blank">Poisoned Hills</a>&#8221; (3,5 MB, pdf, Engl. ), so der Titel des Werks, schildert die Umstände in den Gemeinden Namkham und Mantong in Nord-Burma. Dort hat sich unter Kontrolle der Militärregierung der Anbau von Opium in den vergangen drei Jahren verfünfacht. Das UN Office for Drugs and Crime, UNODC, dass mit der Militärjunta kooperiert, kommt in seinem Drogenbericht gerade einmal  auf  eine Verdopplung der Anbaufläche (siehe UNODC: Opium cultivation in South-East Asia 2009, <a href="http://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/SEA_Opium_survey_2009.pdf" target="_blank">pdf</a>, 7,5MB).</p>
<p><span id="more-309"></span></p>
<p>Der Bericht &#8220;Poisoned Hills&#8221; beschreibt, wie Staatsbeamte gegen Geld den Opiumanbau dulden, wie staatliche &#8220;Anti-Drogen-Teams&#8221; wenig gegen den Opiumanbau unternehmen und wie in den umliegenden Ortschaften sich die Probleme durch Drogenkonsum verschärft haben. Mehr Hintergrund zum Report <a href="http://ipsnews.net/news.asp?idnews=50170" target="_blank">findet sich beim InterPressService</a> &#8211; auch eine Einschsätzung darüber, welches Risiko die am Report beteiligten Frauen eingegangen haben &#8211; mit Regimekritikern geht die Militärjunta bekanntlich wenig zimperlich um.</p>
<p>Bereits 2006 veröffentlichte die &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; den Report &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedFlowers.pdf" target="_blank">Poisoned Flowers</a>&#8221; (pdf), der anhand von zahlreichen Interviews die Folgen der Opiumlandwirtschaft und Heroinprouktion in den Gemeinden im nördlichen Shanstaat mit sich bringt.</p>
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		<title>Drogen- und Entwicklungspolitik in Laos</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 07:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Südostasien]]></category>
		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Development]]></category>
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Diplomarbeit von 2003 &#8211; zum Download:
Zwischen Zuckerbrot und Peitsche
Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen" style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-38 aligncenter" title="pop-deckb2" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/04/pop-deckb2.jpg" alt="pop-deckb2" width="483" height="232" /></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen">Diplomarbeit von 2003 &#8211; zum Download:</p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><strong>Zwischen Zuckerbrot und Peitsche</strong></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die verschiedenen Verfahren der Drogenkontrolle, die den Staat und das Leben der Bewohner „entwickeln“ wollen, soll Laos „drogenfrei“ werden. Als Ursache für den Anbau von Drogenpflanzen ist Armut als maßgeblicher Faktor identifiziert worden. Armutsbekämpfung sei gleich Drogenbekämfpung und umgekehrt, heisst es.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Die angewendeten Verfahrensweisen zur Drogenkontrolle lassen sich in drei Gruppen aufteilen: genuine Entwicklungsstrategien, wie ländliche Entwicklung und Pflanzensubstitution; repressive Massnahmen, wie Feldervernichtung und Bestrafung; drittens Programme zur Prävention und für den Entzug von Abhängigen. Das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (UNDCP &#8211; heute UNODC) wandert auf einem Grat zwischen „Entwicklung“ und Repression. Es bietet Zuckerbrot und lässt mit der Peitsche drohen, um sein vorrangiges Ziel zu erreichen: die Ausrottung der jeweiligen Drogenpflanze.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"><span id="more-35"></span><br />
</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Mit welcher Legitimation arbeitet das UNDCP? Diese Arbeit wird darlegen, wie es auf der Grundlage von moralischen Setzungen, die sich in diversen Gesetzestexten und völkerrechtlichen Bestimmungen widerspiegeln, seiner Arbeit nachgehen kann. Letztlich findet sich als philosophischer Überbau der Drogenkontrolle eine altbekannte dichotome Weltsicht von „Gut“ gegen „Böse“: Drogen sind „böse“ und Entwicklung ist „gut“. Deswegen wird dem „Bösen“ mit etwas „Gutem“ begegnet und ggf. wird es aktiv bekämpft. Es verwundert wenig, dass diese einfache Sichtweise des Schwarz-Weiss-Denkens in der Konzeptionalisierung des heutigen Prohibitionsregimes erkennbar ist. Seit dem Vorabend des 1. Weltkrieges war es ein von der Administration der USA betriebenes Projekt. Die Vereinigten Staaten konnten über die Jahre dabei auf Zustimmung und Unterstützung vieler Regierungen in West und Ost, in der 1., 2. und 3. Welt, bauen.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Wendet man sich nun Laos zu, wird deutlich, dass dort schwierige Voraussetzungen für die Implementierung von Drogenkontrolle herrschen: Laos ist eine sozialistische Volksrepublik mit Einparteienherrschaft. Die Presse ist zensiert, und Menschenrechte existieren nur auf dem Papier. Der Norden des Landes ist Teil eines traditionellen Opiumanbaugebiets, das in die Nachbarländer hineinreicht. Die Folgen des 1975 zu Ende gegangenen Krieges, der in unterschiedlicher Intensität 30 Jahre lang in Laos und den angrenzenden Ländern herrschte, wirken sich bis heute aus. Nicht zuletzt brachte er, wie in Vietnam und Kambodscha, die jeweiligen kommunistischen Parteien an die Macht und den Drogenhandel in der Region in Schwung. Der niedrige Lebensstandard im Land, die weitverbeitete Korruption der Regierung und eine Diskrepanz zwischen Städten und ländlichen Regionen tragen zur schwierigen Situation bei. In einem bis vor kurzem vom Weltmarkt abgekoppelten Land, das zu bedeutenden Teilen aus unwegsamen, gebirgigen Gebieten besteht, finden Drogenkontrolleure eine schwierige Aufgabe vor. </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Bevor in dieser Arbeit auf die Situation und Möglichkeiten der Drogenkontrolle in Laos eingegangen wird, steht die Klärung dreier Bereiche an. Denn ohne die Ideengeschichte der Drogenkontrolle, ohne die Mechanismen und Instrumente der Kontrolle und ohne die Vorgeschichte und Situation in Laos zu kennen, lässt sich nicht verstehen, wie Drogenkontrolle als Entwicklungshilfe in Laos funktioniert. Mit „funktionieren“ ist gemeint, ob sie die gesetzten Ziele erreicht: Die Einstellung des Opiumanbaus und eine Besserung für die Lebenssituation der Anbauer.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Download:<a href="http://archiv.schublade.org/wp-content/uploads/2006/09/laos_drogenpolitik_l_matzat.pdf" target="_blank"> Zwischen Zuckerbrot und Peitsche &#8211; Drogen und Entwicklungspolitik in Laos von Lorenz Matzat, 2003</a><br />
</span></p>
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