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	<title>Internationale Drogenpolitik &#187; UNO-Behörden</title>
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	<description>Über Prohibition &#38; Entwicklungspolitik</description>
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		<title>Irreführende Erfolgskriterien von UNODC</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 09:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
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Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie &#8220;Afghanistans Drogenkarriere &#8211; Von der Kriegs- zur Drogenökonomie&#8221; (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die online verfügbare Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin Citha D. Maass, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-326" title="studie2" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2010/02/studie2.png" alt="studie2" width="510" height="346" /></p>
<p>Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie &#8220;Afghanistans Drogenkarriere &#8211; Von der Kriegs- zur Drogenökonomie&#8221; (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die <a href="http://www.swp-berlin.org/produkte/swp_studie.php?id=11881&amp;PHPSESSID=3e67222c0bc301fa101b9295ff64157c" target="_blank">online verfügbare Studi</a>e der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin <a href="http://www.swp-berlin.org/forscher/forscherprofil.php?id=1361&amp;PHPSESSID=3e67222c0bc301fa101b9295ff64157c" target="_blank">Citha D. Maass</a>, sei seit 2002 zu beobachten. Sprich eine Volkswirtschaft, die von einem Wirtschaftszweig dominiert wird, der unter herrschenden internationalen Gesetzen als illegal gilt.</p>
<p><span id="more-323"></span></p>
<p>Die kompakte Studie, Anfang des Jahres veröffentlich, stellt kenntnisreich die komplexe Problematik der Opiumlandwirtschaft  und -industrie dar. In ihr wird  die Herangehensweise der UNODC kritisiert: Die Behörde der Vereinten Nationen würde &#8220;irreführende Erfolgskriterien&#8221; heranziehen; so gelte eine Provinz als &#8220;drogenfrei&#8221;, wenn der Anbau von Opiumpflanzen dort unter eine Fläche von 100 ha schrumpfe. Maass bemängelt, dass die Ausweitung der Heroinprodukiton ignoriet würde. Das gelte auch  für den Anstieg des Cannabis-Anbau: Afghanistan sei mittlerweile der weltgrößte Cannabislieferant. Ebenfalls spricht die Forscherin die &#8220;selektive politische Blindheit&#8221; der internationalen Gemeinschaft gegenüber den Verbindungen von Drogenhändlern und hohen politischen Beamten in der Regierung Karzai an (S. 23f).</p>
<p>Abschließend werden in der Studie Empfehlungen ausgesprochen: So müsse man sich auf einen langsamen Wandel von 20 bis 30 Jahre weg von dem Opiumanbau einstellen. Als Methoden werden allerdings nur altgebrachte Konzepte angeraten: Repression und Alternative Entwicklung. Die Option des Anbaus für medizinische Zwecke, die anderswo <a href="http://www.poppyformedicine.net/" target="_blank">diskutiert</a> wird, taucht nur in einer Fußnote mit Verweis auf die Türkei auf.</p>
<p>Unlängst hat UNODC die mittlerweile schon traditionell zu nennende Winter-Untersuchung über die zu erwartende Opiumernte in Afghanistan <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/2010/February/unodc-predicts-stable-opium-crop-in-afghanistan.html" target="_blank">veröffentlicht</a>. Im &#8220;Winter Rapid Assement&#8221; heißt es, dass sich gegenüber den vergangen Jahren nichts am Anbauumfang geändert habe. Allerdings würden insgesamt schlechte Wetterbedingungen wohl für einen niedrigeren Ertrag sorgen.</p>
<p>(via <a href="http://www.hanfplantage.de/uno-opiumanbau-afghanistan-stabil-bleiben-13-02-2010" target="_blank">hanfplantage.de</a>)</p>
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		<title>Burma: Bäuerinnen über den von der Junta geduldeten Opiumanbau</title>
		<link>http://www.dropo.net/2010/02/burma-bauerinnen-berichten-uber-den-von-der-junta-geduldeten-opiumanbau/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 14:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Myanmar/Burma]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.
Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der Women&#8217;s League of Burma [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-311 alignright" title="poisoned" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2010/02/poisoned.jpg" alt="poisoned" width="180" height="259" />Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.</p>
<p>Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der <a href="http://www.womenofburma.org/" target="_blank">Women&#8217;s League of Burma</a> und der &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; veröffentlicht worden. &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedHillsFinal.pdf" target="_blank">Poisoned Hills</a>&#8221; (3,5 MB, pdf, Engl. ), so der Titel des Werks, schildert die Umstände in den Gemeinden Namkham und Mantong in Nord-Burma. Dort hat sich unter Kontrolle der Militärregierung der Anbau von Opium in den vergangen drei Jahren verfünfacht. Das UN Office for Drugs and Crime, UNODC, dass mit der Militärjunta kooperiert, kommt in seinem Drogenbericht gerade einmal  auf  eine Verdopplung der Anbaufläche (siehe UNODC: Opium cultivation in South-East Asia 2009, <a href="http://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/SEA_Opium_survey_2009.pdf" target="_blank">pdf</a>, 7,5MB).</p>
<p><span id="more-309"></span></p>
<p>Der Bericht &#8220;Poisoned Hills&#8221; beschreibt, wie Staatsbeamte gegen Geld den Opiumanbau dulden, wie staatliche &#8220;Anti-Drogen-Teams&#8221; wenig gegen den Opiumanbau unternehmen und wie in den umliegenden Ortschaften sich die Probleme durch Drogenkonsum verschärft haben. Mehr Hintergrund zum Report <a href="http://ipsnews.net/news.asp?idnews=50170" target="_blank">findet sich beim InterPressService</a> &#8211; auch eine Einschsätzung darüber, welches Risiko die am Report beteiligten Frauen eingegangen haben &#8211; mit Regimekritikern geht die Militärjunta bekanntlich wenig zimperlich um.</p>
<p>Bereits 2006 veröffentlichte die &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; den Report &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedFlowers.pdf" target="_blank">Poisoned Flowers</a>&#8221; (pdf), der anhand von zahlreichen Interviews die Folgen der Opiumlandwirtschaft und Heroinprouktion in den Gemeinden im nördlichen Shanstaat mit sich bringt.</p>
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		<title>Zweifel an UN-Bericht zur afghanischen Drogenökonomie</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/12/afghanistan-zweifel-an-un-bericht-zur-drogenoekonomie/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 14:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
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		<description><![CDATA[Der hier im Blog bereits erwähnte Bericht &#8220;Addiction, Crime, and Insurgency:  The Transnational Threat of Afghan Opium&#8221; wurde vor einiger Zeit auf der Website &#8220;Foreign Policy in Focus&#8221; ausführlich kritisiert: Dass der Handel mit Opium und Heroin, der laut dem Bericht vor allem den Taliban zu Gute käme, sei eine unvöllständige Darstellung. Zwar werde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-289 alignright" title="drugmarket" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/12/drugmarket.png" alt="drugmarket" width="322" height="371" />Der <a href="http://dropo.net/2009/10/un-report-drogenoekonomie-und-taliban/" target="_self">hier im Blog</a> bereits erwähnte Bericht &#8220;Addiction, Crime, and Insurgency:  The Transnational Threat of Afghan Opium&#8221; wurde vor einiger Zeit auf der <a href="http://www.fpif.org/fpiftxt/6553" target="_blank">Website &#8220;Foreign Policy in Focus&#8221; ausführlich kritisiert:</a> Dass der Handel mit Opium und Heroin, der laut dem Bericht vor allem den Taliban zu Gute käme, sei eine unvöllständige Darstellung. Zwar werde der Bericht so interpretiert, dass vor allem der Drogenanbau- und handel zu stoppen sei, um die Taliban zu bekämpfen. Doch räume der Bericht genau das Gegenteil ein, so Julien Mercill: Ein Reduktion der Drogenökonomie würde nur &#8220;minimale Auswirkungen auf die strategische Bedrohung durch die Aufständischen&#8221; haben: die Taliban würden &#8220;bedeutende finanzielle Unterstützung von Gebern aus der ganzen Welt&#8221; erhalten &#8211; Beiträge die die Drogengelder völlig in den Schatten stellen würden.</p>
<p><span id="more-270"></span></p>
<p>Gerade einmal vier Prozent der afghanischen Einnahmen durch den Drogenhandel &#8211; insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar so die Schätzungen &#8211; gingen an die Taliban; etwa 20 Prozent verdienten die Bauern, heißt es in dem Bericht &#8220;UN Report misleading on Afghanistan&#8221;, der sich auf besagten UN-Report bezieht. Die restlichen 75 Prozent, &#8220;werden von Regierungsbeamten, der Polizei, lokalen und regionalen Mächtigen und Händlern eingenommen &#8211; kurz gesagt, viele der Gruppen die nun von den Vereinigten Staaten und der NATO unterstützt (oder toleriert) werden, sind wichtige Akteure im Drogenhandel&#8221;.</p>
<p>Mercill hatte im Oktober die bekannte afghanische <a href="http://www.fpif.org/articles/interview_with_malalai_joya" target="_blank">Politikerin Malalai Joya interviewt</a>, die zum Thema Drogen unter anderem folgendes äußerte: &#8220;Was arme Afghanen und die Taliban durch die Drogen verdienen, ist wie ein Tropfen im Ozean. Niemand, der klar im Kopf ist, kann glauben, dass eine Supermacht unterstützt von 40 Ländern wirklich nicht in der Lage ist, die Opiumproduktion zu stoppen &#8211; während die kleinen, ignoranten und rückständigen Taliban es 2001 einfach mit einem Bann belegen konnten und die Produktion auf 185 Tonnen reduzieren konnten. Unter den Vereinigten Staaten und seinen Verbündeten produziert Afghanistan nun 8.500 Tonnen.&#8221;</p>
<p>In seinem Artikel zu dem UN-Report macht Mercill auch darauf aufmerksam, dass von den schätzungsweise 65 Milliarden US-Dollar Umsatz mit (illegalisierten) Opiaten wie Heroin maximal zehn Prozent durch informelle Banksysteme gewaschen würden. Stattdessen würde der überwiegende Teil  durch legale Handelsaktivitäten und Banksysteme in den offiziellen Geldkreislauf eingespeist. Der Chef der Drogenkontrollbehörde <a href="http://www.unodc.org/unodc/index.html" target="_blank">UNODC</a> &#8211; Antonio Maria Costa &#8211;  hatte bereits im diesjährigen Drogenweltbericht darauf hingewisen: Einige Banken seien durch Drogengelder gerettet worden &#8211; &#8220;In Zeiten einer bedeutenden Bankkrise, glauben Banker wohl, dass &#8216;Geld nicht stinkt&#8217; &#8220;, so Costa. Er <a href="http://www.guardian.co.uk/global/2009/dec/13/drug-money-banks-saved-un-cfief-claims">bekräftigte diese Aussage</a>n unlängst gegenüber dem britischen Observer.</p>
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		<title>UN-Report: Drogenökonomie und Taliban</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/10/un-report-drogenoekonomie-und-taliban/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 18:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<description><![CDATA[
Vor einigen Tagen hat das UN Büro für Drogen und Kriminalität UNODC ein Bericht zu Afghanistan veröffentlicht: &#8220;Addiction, Crime and Insurgency: The Transnational Threat of Afghan Opium&#8220;. Der detailierte 150-seite Bericht widmet sich etwa dem Problem der Abhängigkeit entlang der Handelsrouten, der Finanzierung der Aufständischen durch die Drogenökonomie, die Flüchtlingslager und nicht zuletzt Korruption. Interessant [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-246" title="afghan_opium_trade_2009_web-67" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/10/afghan_opium_trade_2009_web-67.png" alt="afghan_opium_trade_2009_web-67" width="500" height="350" /></p>
<p style="text-align: left;">Vor einigen Tagen hat das UN Büro für Drogen und Kriminalität UNODC ein Bericht zu Afghanistan veröffentlicht: &#8220;<a href="http://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/addiction-crime-and-insurgency.html" target="_blank">Addiction, Crime and Insurgency: The Transnational Threat of Afghan Opium</a>&#8220;. Der detailierte 150-seite Bericht widmet sich etwa dem Problem der Abhängigkeit entlang der Handelsrouten, der Finanzierung der Aufständischen durch die Drogenökonomie, die Flüchtlingslager und nicht zuletzt Korruption. Interessant ist, dass sich kleinteilig Regionen gewidmet wird und auf die Geschichte der einzelnen Stammesgesellschaften eingegangen wird.</p>
<p style="text-align: left;">Neben einer recht ausführlich geratenen Zusammenfassung teilt sich der Report in zwei Teile: einmal Handel und andererseits dem Zusammenhang zwischen der Drogenökonomie und dem Krieg im Lande. Illustriert wird das Werk durch etliche Karten und Diagramme.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-245"></span></p>
<p style="text-align: left;">Im Schlusswort des Reports heißt es: &#8220;Zwischen 2002 und 2008 haben afghanische Bauern insgesamt etwa 6,4 Milliarden US-Dollar durch Opiumanbau verdient; afghanische Drogenhändler verdienten ungefähr 18 Milliarden Dollar durch Verarbeitung und Handel mit heimischen Opium. Im gleichen Zeitraum erbrachte das afghanische Opium zwischen 400 und 500.000 Milliarden. Anhand der Festnahmezahlen ist anzunehmen, dass möglicherweise rund eine Million Händler weltweit daran beteiligt sind,  die um die 16 Millionen Konsumenten von Opiaten jährlich mit Opiaten zu versorgen&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">Über die Problematik der Berechnung der Drogenökonomie finden sich beim Transnational Institue <a href="http://www.tni.org/en/article/economic-impact-illicit-drug-industry" target="_blank">weiterführende Quellen.</a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Gleichzeitig mit Veröffentlichung des Reports stellte UNODC folgendes Video zur Verfügung, quasi einen Trailer zum Report:</p>
<p style="text-align: left;">
<p><object width="480" height="295" data="http://www.youtube.com/v/KwkSMo069mM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KwkSMo069mM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>40 Jahre Scheitern im War on Drugs</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/09/40-jahre-scheitern-im-war-on-drugs/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 13:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
		<category><![CDATA[War on Drugs]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute vor 40 Jahren begann der War on Drugs; US-Präsident Nixon rief ihn am 21. September 1969 aus und startete die &#8220;Operation Intercept&#8221; an der Grenze nach Mexiko &#8211; daran erinnert der österreichische Standard. The Observer benennt allerdings das Jahr 1971 als &#8220;Kriegsbeginn&#8221; in dem Beitrag &#8220;It is time to end the war on drugs&#8220;.
Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/08/ft.gif" alt="" width="480" height="272" /></p>
<p>Heute vor 40 Jahren begann der War on Drugs; US-Präsident Nixon rief ihn am 21. September 1969 aus und startete die &#8220;Operation Intercept&#8221; an der Grenze nach Mexiko &#8211; daran <a href="http://derstandard.at/fs/1252771785017/USA-Krieg-gegen-Drogen-seit-40-Jahren-ohne-Erfolg" target="_blank">erinnert</a> der österreichische Standard. The Observer benennt allerdings das Jahr 1971 als &#8220;Kriegsbeginn&#8221; in dem Beitrag &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/sep/06/editorial-drugs-policy-latin-america" target="_blank">It is time to end the war on drugs</a>&#8220;.</p>
<p>Ob &#8220;Jubiläumsjahr&#8221; oder nicht -  das Prohibitonsregime ist ins Wanken geraten. Der desaströse Drogenkrieg an der mexianischen Grenze zu den USA hat das Fass zum Überlaufen gebracht. So wird im angelsächsichen Medien wird wie nie zuvor der Legalisierung und Regulierung das Wort geredet. Der Bildausschnitt oben stammt von einem Titel des Wochenendmagazin der Financial Times, im dem sich der Beitrag: <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2009/08/ft-weekend-magazine-cover-story.html">Why it is time to end the drugs</a> fand.Schön zu lesen ist auch der Guardian-Artikel <a href="http://www.guardian.co.uk/theguardian/2009/sep/12/buckfast-opium-hypocrisy" target="_blank">Why target poppy fields and not breweries</a> über den imaginären Besuch eines Afghanen und die Alkoholindustrie in Großbritannien.</p>
<p><span id="more-223"></span></p>
<p>Jenseits des Diskurses stellen die zügigen Änderungen der Drogengesetzgebungen in <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/aug/31/mexico-argentina-decriminalise-drugs" target="_blank">mehreren lateinamerikanischen Ländern</a> einen tatsächlichen Fortschritt dar, der zahllose Drogennutzer vor der Kriminalisierung bewahrt. Davon solle man sich allerdings nicht täuschen lassen, <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/sep/09/drugs-policy-south-america" target="_blank">warnt Henry Mance</a> &#8211; denn den Regierungen, vor allem der in Kolumbien, ginge es weniger um eine liberale Drogenpolitik als mehr darum, Kräfte für den Kampf gegen die Kartelle freizusetzen.</p>
<p>Manche vermeinen eine sich ankündingenes Eingeständnis der Niederlage sogar bei der UNO zu erkennen. So versuchte der Chef der UNO-Drogenbehörde UNODC, Antonio Maria Costa,  die Geschichte umzuschreiben. Er <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/sep/20/drugs-decriminalisation" target="_blank">behauptete im Observer</a>, das Drogen gar nicht verboten seien &#8211; sondern nur kontrolliert. Kritiker des herrschenden Regimes kritisieren allerdings seit langem, dass gerade die Prohibition eine wirksame Kontrolle verhindert (siehe <a href="http://www.drugwarrant.com/2009/09/costa-attempts-to-re-define-control/" target="_blank">Drug War Rant</a> zu Costa).</p>
<p>Ist es also an der Zeit Hoffnung zu schöpfen, dass eine folgenreiche politsche Irrung überwunden wird? Eher nicht, meint John Gray im Guardian unter der Überschrift: <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/sep/13/legalise-drugs-john-gray" target="_blank">The case for legalising of all drugs in unansewrable</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es bleibt die Tatsache, dass ohne den Sinneswandel in den führenden Köpfen der reichen Staaten, vor allem der Vereinigten Staaten, der aussichtslose Kreuzzug weitergehen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische politische Klasse dem Einhalt gebietet, geht gegen Null. Dennoch ist es tröstlich davon zu träumen, dass Präsident Obama mitten in allen Dilemma, in denen er steckt, sich möglicherweise eines Tages fragt, ob Amerika oder die Welt sich weiterhin den absurden War on Drugs leisten kann.&#8221;</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Opium Survey: Leichter Rückgang des Anbaus in Afghanistan</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/09/opium-survey-leichter-ruckgang-des-anbaus-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 06:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<category><![CDATA[opium survey]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute veröffentlichte das UN Büro für Drogen und Kriminalität (UNODC) den jährlichen &#8220;Opium Survey&#8221; für Afghanistan &#8211; hier die Zusammenfassung auf Englisch. Um 10 Prozent sei die geerntete Menge zurückgegangen: Von 7.700 Tonnen im vergangenen Jahr auf etwa 6.600 Tonnen Rohopium. Die Anbaufläche habe sich sogar um über 20 Prozent verringert &#8211; von 157.000 Hektar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-215" title="bild-3" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/09/bild-3.png" alt="bild-3" width="553" height="424" /></p>
<p>Heute veröffentlichte das UN Büro für Drogen und Kriminalität (UNODC) den jährlichen &#8220;Opium Survey&#8221; für Afghanistan &#8211; <a href="http://bit.ly/Lf02J" target="_blank">hier die Zusammenfassung</a> auf Englisch. Um 10 Prozent sei die geerntete Menge zurückgegangen: Von 7.700 Tonnen im vergangenen Jahr auf etwa 6.600 Tonnen Rohopium. Die Anbaufläche habe sich sogar um über 20 Prozent verringert &#8211; von 157.000 Hektar auf 122.000. Dem gegenüber standen offenbar gute klimatische Bedingungen, die eine Steigerung des Ertrags der Mohnpflanzen ermöglichte.</p>
<p>Damit geht der Opiumanbau &#8211; zumindest nach diesen offiziellen Zahlen &#8211; in Afghanistan im zweiten Jahr zurück. Allerdings befindet er sich immer noch auf einem hohen Niveau; es wurden immer noch rund 50.000 Tonnen mehr geerntet als 2002, dem Jahr nach der Invasion der USA und NATO.</p>
<p><span id="more-214"></span></p>
<p>Offenbar fällt der Verkaufspreis für Rohopium (farm-gate-value); die Bauern erhielten im landesweiten Durchschnitt 34 Prozent weniger für ein Kilo Rohopium: 64 US-Dollar. Das weist daraufhin, dass auf dem regionalen Markt &#8211; aber auch dem Opiumweltmarkt &#8211; eine gute Angebotssituation herrscht.</p>
<p>Laut UNODC sind faktisch vier Provinzen im Süden Afghanistans für fast den gesamten Opiumanbau verantwortlich, Hilmand allen vorran. Dort soll die Anbaufläche von fast 100.000 Hektar auf 70.000 gefallen sein. Als Bewegründe den Anbau zu beenden, gaben knapp 1.900 befragte Bauern an: Verbot seitens der Regierung (33%), die gesunkenen Einnahmechancen (18%), Verstoß gegen den Islam (16%).</p>
<p>Angesichts der Zunahme an Kampfhandlungen, vorallem auch im Süden, ist Zweifel angebracht, ob für den Bericht dort überhaupt ausreichend statistisches Material erhoben werden konnte. Genauere Auskunft darüber wird der in Bälde erscheinende Gesamt-Survey geben, der in der Regel ausführlich auf die Methoden der Erhebung eingeht.</p>
<p>Die Surverys werden mittels Stichproben von Feldern (Vermessung, Planzendichte und Wiegen von Mohnkapseln) und Interviews mit Bauern bzw. Dorfältesten erstellt; dazu werden Erkenntnisse aus Luftbildern hinzugezogen. Es handelt sich also immer um Hochrechnungen; statistische Abweichungen sind anzunehmen. Inwiefern Aufrichtigkeit seitens der Anbauer in den Angaben gegenüber den Survey-Teams gewährleistet ist und welche Rolle Korruption spielt, ist schwer einzuschätzen.</p>
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		<title>Reaktionen auf UN-Weltdrogenbericht 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 08:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[UNODC]]></category>
		<category><![CDATA[costa]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unlängst wurde der UN-Weltdrogenbericht veröffentlicht &#8211; zu seiner Präsentation wurde alles aufgefahren, was das Web 2.0 zu bieten hat.
Einen gute Zusammenfassung des Reports liefert ein Guardian-Artikel von Duncan Campbell.
Wiedermal wird Stagnation als Erfolg verkauft; siehe das Video, welches den UNODC Direktor, den &#8220;World Drug Czar&#8221; Antonio Maria Costa zeigt. Er ist ein recht störrischer arroganter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/oZY0eFXv2U4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oZY0eFXv2U4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Unlängst wurde der <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/WDR-2009.html" target="_blank">UN-Weltdrogenbericht</a> veröffentlicht &#8211; zu seiner Präsentation wurde<a href="http://www.unodc.org/unodc/multimedia.html" target="_blank"> alles aufgefahren</a>, was das Web 2.0 zu bieten hat.</p>
<p>Einen gute Zusammenfassung des Reports liefert ein <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/jun/24/united-nations-world-drug-report" target="_blank">Guardian</a>-Artikel von Duncan Campbell.</p>
<p>Wiedermal wird Stagnation als Erfolg verkauft; siehe das Video, welches den UNODC Direktor, den &#8220;World Drug Czar&#8221; Antonio Maria Costa zeigt. Er ist ein recht störrischer arroganter Herr; insofern richtig für einen Job, der eine unsinnige Ideologie vertreten muss &#8211; Jacob Sollum lässt sich <a href="http://www.reason.com/blog/show/134350.html" target="_blank">hier</a> über dieses Phänomen aus. (Als schönes Beispiel für Costas Persönlichkeit mag dessen Bericht über einen Besuch in Amsterdam im Jahr 2008 dienen &#8211; der verschwand ganz schnell wieder von seiner Website, <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2008/06/unodc-director-goes-to-amsterdam-lost.html" target="_blank">sickerte aber durch.)</a></p>
<p><span id="more-183"></span></p>
<p>Costa und seinem UNODC blieb dieses Jahr aber nichts anderes übrig, als sich mit dem immer lauter werdendem Ruf nach Regulierung und Legalisierung von illegalisierten Drogen zu beschäftigen. Im Blog Drug-WarRant.com werden die eher denunziatorisch Passagen des Reports diesbezüglich <a href="http://blogs.salon.com/0002762/2009/06/24.html#a3528" target="_blank">kommentiert</a>.  Die Huffington Post vermeint sogar einen Stimmungsumschwung in dem Report hinsichtlich der Ansätze von Dekriminalisierung <a href="http://www.huffingtonpost.com/2009/06/24/un-backs-drug-decriminali_n_220013.html" target="_blank">zu erkennen</a>.</p>
<p>Bei &#8220;Transform&#8221; <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2009/06/un-office-on-drugs-and-crime-admits-it.html" target="_blank">widmet </a>man sich dem Abschnitt, in dem UNODC zugibt -  mehr oder minder das erstemal &#8211; dass die herrschende Drogenprohibiton &#8220;unintended consequences&#8221; mit sich brächte.</p>
<p>Aus Brasilien <a href="http://www.psicotropicus.org/world-drug-report-2009-brazillian-government-reveals-the-first-flaw_746" target="_blank">kommt Kritik</a> an falschen Zahlen über HIV-Infizierte, die in dem Report benutzt wurden.</p>
<p>Übrigens: Der neue US-Drogenzar Kerlikowske <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gMwszvAgQeg&amp;eurl=http%3A%2F%2Fblogs.salon.com%2F0002762%2F2009%2F06%2F24.html&amp;feature=player_embedded" target="_blank">merkte</a> bei der Präsentation des Reports an, sowohl er als auch US-Präsident Obama würden das Wort &#8220;Legalisierung&#8221; nicht in ihrem Wortschatz führen.</p>
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		<title>Kokain-Studie der WHO durchgesickert</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 08:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
		<category><![CDATA[Harm Reduction]]></category>
		<category><![CDATA[Kokain]]></category>
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		<description><![CDATA[
Nach 14 Jahren ist eine nahezu sagenumwobene Koka/Kokain-Studie durchgesickert (Wikileaks). Die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICRI (United Nations Interregional Institute of Crime Investigation) hatten sie in Auftrag gegeben. Damals, 1995, waren nur einige Ergebnisse der 75-seitigen Studie (pdf) in einer Presseinformation bekannt geworden; die Veröffentlichtung der Gesamtstudie wurde daraufhin verhindert.

Für die Studie war im Zeitraum von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mate_de_Coca.jpg&amp;filetimestamp=20060830114948"><img class="alignnone size-full wp-image-171" title="coca tee" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/06/coca.jpg" alt="coca tee" width="450" height="330" /></a></p>
<p>Nach 14 Jahren ist eine nahezu sagenumwobene Koka/Kokain-Studie <a href="https://secure.wikileaks.org/wiki/World_Health_Organization_global_Cocaine_Project_Study_suppressed_by_the_United_States_for_13_years%2C_1995" target="_blank">durchgesickert (Wikileaks)</a>. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICRI (United Nations Interregional Institute of Crime Investigation) hatten sie in Auftrag gegeben. Damals, 1995, waren nur einige Ergebnisse der 75-seitigen Studie (<a href="http://www.tdpf.org.uk/WHO-UNICRI%20cocaine%20study.pdf" target="_blank">pdf</a>) in einer Presseinformation bekannt geworden; die Veröffentlichtung der Gesamtstudie wurde daraufhin verhindert.</p>
<p><span id="more-172"></span></p>
<p>Für die Studie war im Zeitraum von 1992 bis 1994 der Gebrauch von Koka und Kokain in 22 Städten in 19 Ländern untersucht worden. In ihr wird sehr differenziert über den Drogenkonsum  berichtete; eingangs heisst es: &#8220;Es ist nicht möglich einen &#8216;durchschnittlichen Kokain User&#8217; zu beschreiben. Es wurde eine enorme Bandbreite von Usern gefunden, der Häufigkeit des Gebrauchs, dessen Dauer und Intensität, den Gründen für den Konsum und all den damit einhergehenden Problemen, die erfahren werden.&#8221; Auch wird dem in den Anden typischen Kauen von Koka-Blättern kaum schädliche Folgen zugesprochen.</p>
<p>An verschiedenen Stellen kritisiert die Studie die strikte Drogenprohibition als falschen Ansatz; es wird stark für Schadenminderung (Harm Reduction) geworben. So wundert es nicht, dass die Veröffentlichung der Studie offenbar auf Druck der damaligen US-Regierung verhindert wurde; im Verzeichniss von UNICRI ist sie als &#8220;restricted&#8221; <a href="http://www.unicri.it/wwk/documentation/lmsdb.php?id_=1431&amp;vw_=f" target="_blank">gekennzeichnet: </a>&#8220;The United States Government had been surprised to note that the package seemed to make a case for the positive uses of cocaine &#8230;  it took the view that the study on cocaine, evidence of WHO&#8217;s support for harm-reduction programmes and previous WHO association with organizations that supported the legalization of drugs, indicated that its programme on substance abuse was heading in the wrong direction. &#8230; The United States Government considered that, if WHO activities relating to drugs failed to reinforce proven drug control approaches, funds for the relevant programmes should be curtailed.&#8221; (aus dem <a href="http://www.tdpf.org.uk/World%20Health%20Assembly%201995.pdf" target="_blank">Protokoll</a> der 48. WORLD HEALTH ASSEMBLY 1995)</p>
<p>Laut der UK-Stiftung <a href="http://transform-drugs.blogspot.com/2009/06/report-they-didnt-want-you-to-see.html" target="_blank">Transform</a> war die Studie kürzlich dem unabhängigen Thinktank Transnational Institute <a href="http://www.tni.org/detail_page.phtml?&amp;publish=Y&amp;int02=&amp;pub_niv=&amp;workgroup=&amp;text06=&amp;text03=&amp;keywords=&amp;lang=en&amp;text00=&amp;text10=news_drugs-news&amp;menu=11d" target="_blank">TNI</a> zugespielt worden. Produkte der  <a href="http://www.ungassondrugs.org/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=101&amp;Itemid=108" target="_blank">Koka-Pflanze und alle ihrer Derivate waren 1961 (siehe TNI)</a> in der ersten UN-Drogenkonvention für den privaten Gebrauch für illegal erklärt worden.</p>
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		<title>Bundesregierung: Widersprüchliches zur Drogenpolitik</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/05/bundesregierung-widerspruchliches-zur-drogenpolitik/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[CND]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>

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		<description><![CDATA[In Reaktion auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen vom März 2009, äußerte sich die Bundesregierung  zur internationalen Drogenpolitik. Die Anfrage stand im Zusammenhang der 52. Tagung der Commission of Narcotic Drugs (CND) der Vereinten Nationen. Auf die Frage, ob das &#8220;globale Drogenproblem&#8221; zu lösen sei, wurde u.a. geantwortet: &#8220;Dabei ist der Bundesregierung bewusst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_138/08.html" target="_blank">Reaktion auf eine kleine Anfrage</a> der Bundestagsfraktion der Grünen vom März 2009, äußerte sich die Bundesregierung  zur internationalen Drogenpolitik. Die Anfrage stand im Zusammenhang der <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/commissions/CND/session/52.html" target="_blank">52. Tagung</a> der Commission of Narcotic Drugs (CND) der Vereinten Nationen. Auf die Frage, ob das &#8220;globale Drogenproblem&#8221; zu lösen sei, wurde u.a. geantwortet: &#8220;Dabei ist der Bundesregierung bewusst, dass es eine &#8216;weitgehend drogenfreie Welt&#8217; nie gegeben hat und wohl auch nie geben wird.&#8221;</p>
<p>Nach diesem Eingeständis widersprach sich die Bundesregierung im Verlauf der Antworten auf die in acht Fragen gegliederte kleine Anfrage (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/126/1612628.pdf" target="_blank">pdf</a>). So wird festgestellt: &#8220;Wissenschaftliche Untersuchungen für die Wirksamkeit von Verbot und Rechtsdurchsetzung liegen der Bundesregierung nicht vor. So ist etwa eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützte &#8216;Bilanzierung&#8217; der kriminalistischen Wechselbeziehung zwischen Rauschgiftbekämpfung und Drogenangebot nicht bekannt.&#8221;</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
<p>Einige Absätze später wird dann aber offenbar aus dem Bauch heraus entschieden: &#8220;Außerdem ist davon auszugehen, dass sich Angebot und Nachfrage ohne die erheblichenAnstrengungen, die die internationale Gemeinschaft, die nationalen Staaten und die im Drogenbereich tätigen Institutionen und Organisationen unternommen haben, mit Sicherheit noch deutlich schlechter entwickelt hätten.&#8221;</p>
<p>Es gibt also keine wissenschaflichte Grundlage dafür, dass die Repression in Sachen illegalisierter Drogen einen Effekt hat, aber trotzdem sei &#8220;davon auszugehen&#8221;, dass es sonst noch viel schlimmer gekommen wäre. Dies ist aber zumindest sehr zweifelhaft, siehe beispielsweise <a href="http://dropo.net/2009/04/kein-anstieg-des-konsumsdekriminalisierung-von-drogen-in-portugal/" target="_blank">die jüngste Untersuchung zur liberalen Drogenpolitik</a> in Portugal.</p>
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		<title>Drogen- und Entwicklungspolitik in Laos</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/04/drogen-und-entwicklungspolitik-in-laos/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 07:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Südostasien]]></category>
		<category><![CDATA[UNODC]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Development]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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Diplomarbeit von 2003 &#8211; zum Download:
Zwischen Zuckerbrot und Peitsche
Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen" style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-38 aligncenter" title="pop-deckb2" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/04/pop-deckb2.jpg" alt="pop-deckb2" width="483" height="232" /></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen">Diplomarbeit von 2003 &#8211; zum Download:</p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><strong>Zwischen Zuckerbrot und Peitsche</strong></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Die grundlegenden Fragestellungen dieser Arbeit lauten: Wie funktioniert Drogenkontrolle? Und warum gehören manche Drogen kontrolliert? Die Antworten, die diese Arbeit liefern will, beziehen sich auf Aspekte der Drogenkontrolle in den Anbauländer von Drogenpflanzen. Als Beispiel dient in diesem Fall Laos in Südostasien mit seiner Opiumproduktion. Durch die verschiedenen Verfahren der Drogenkontrolle, die den Staat und das Leben der Bewohner „entwickeln“ wollen, soll Laos „drogenfrei“ werden. Als Ursache für den Anbau von Drogenpflanzen ist Armut als maßgeblicher Faktor identifiziert worden. Armutsbekämpfung sei gleich Drogenbekämfpung und umgekehrt, heisst es.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Die angewendeten Verfahrensweisen zur Drogenkontrolle lassen sich in drei Gruppen aufteilen: genuine Entwicklungsstrategien, wie ländliche Entwicklung und Pflanzensubstitution; repressive Massnahmen, wie Feldervernichtung und Bestrafung; drittens Programme zur Prävention und für den Entzug von Abhängigen. Das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (UNDCP &#8211; heute UNODC) wandert auf einem Grat zwischen „Entwicklung“ und Repression. Es bietet Zuckerbrot und lässt mit der Peitsche drohen, um sein vorrangiges Ziel zu erreichen: die Ausrottung der jeweiligen Drogenpflanze.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"><span id="more-35"></span><br />
</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Mit welcher Legitimation arbeitet das UNDCP? Diese Arbeit wird darlegen, wie es auf der Grundlage von moralischen Setzungen, die sich in diversen Gesetzestexten und völkerrechtlichen Bestimmungen widerspiegeln, seiner Arbeit nachgehen kann. Letztlich findet sich als philosophischer Überbau der Drogenkontrolle eine altbekannte dichotome Weltsicht von „Gut“ gegen „Böse“: Drogen sind „böse“ und Entwicklung ist „gut“. Deswegen wird dem „Bösen“ mit etwas „Gutem“ begegnet und ggf. wird es aktiv bekämpft. Es verwundert wenig, dass diese einfache Sichtweise des Schwarz-Weiss-Denkens in der Konzeptionalisierung des heutigen Prohibitionsregimes erkennbar ist. Seit dem Vorabend des 1. Weltkrieges war es ein von der Administration der USA betriebenes Projekt. Die Vereinigten Staaten konnten über die Jahre dabei auf Zustimmung und Unterstützung vieler Regierungen in West und Ost, in der 1., 2. und 3. Welt, bauen.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Wendet man sich nun Laos zu, wird deutlich, dass dort schwierige Voraussetzungen für die Implementierung von Drogenkontrolle herrschen: Laos ist eine sozialistische Volksrepublik mit Einparteienherrschaft. Die Presse ist zensiert, und Menschenrechte existieren nur auf dem Papier. Der Norden des Landes ist Teil eines traditionellen Opiumanbaugebiets, das in die Nachbarländer hineinreicht. Die Folgen des 1975 zu Ende gegangenen Krieges, der in unterschiedlicher Intensität 30 Jahre lang in Laos und den angrenzenden Ländern herrschte, wirken sich bis heute aus. Nicht zuletzt brachte er, wie in Vietnam und Kambodscha, die jeweiligen kommunistischen Parteien an die Macht und den Drogenhandel in der Region in Schwung. Der niedrige Lebensstandard im Land, die weitverbeitete Korruption der Regierung und eine Diskrepanz zwischen Städten und ländlichen Regionen tragen zur schwierigen Situation bei. In einem bis vor kurzem vom Weltmarkt abgekoppelten Land, das zu bedeutenden Teilen aus unwegsamen, gebirgigen Gebieten besteht, finden Drogenkontrolleure eine schwierige Aufgabe vor. </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Bevor in dieser Arbeit auf die Situation und Möglichkeiten der Drogenkontrolle in Laos eingegangen wird, steht die Klärung dreier Bereiche an. Denn ohne die Ideengeschichte der Drogenkontrolle, ohne die Mechanismen und Instrumente der Kontrolle und ohne die Vorgeschichte und Situation in Laos zu kennen, lässt sich nicht verstehen, wie Drogenkontrolle als Entwicklungshilfe in Laos funktioniert. Mit „funktionieren“ ist gemeint, ob sie die gesetzten Ziele erreicht: Die Einstellung des Opiumanbaus und eine Besserung für die Lebenssituation der Anbauer.</span></p>
<p class="FormatvorlageArial105ptBlockZeilenabstand15Zeilen"><span lang="DE">Download:<a href="http://archiv.schublade.org/wp-content/uploads/2006/09/laos_drogenpolitik_l_matzat.pdf" target="_blank"> Zwischen Zuckerbrot und Peitsche &#8211; Drogen und Entwicklungspolitik in Laos von Lorenz Matzat, 2003</a><br />
</span></p>
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