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	<title>Internationale Drogenpolitik</title>
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	<description>Über Prohibition &#38; Entwicklungspolitik</description>
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		<title>Schizophrenie um eine Pflanze &#8211; Opium und Drogenpolitik in Indien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 06:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigene Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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		<category><![CDATA[Alternative Development]]></category>
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Das Verbot des Anbaus von Opium bringt indische Bauern in Existenznot. In drei Bundesstaaten jedoch pflanzen zehntausende Landwirte mit Erlaubnis der Regierung und der Vereinten Nationen Mohn für die Pharmaindustrie an. Eine Reise zum indischen Himalaya und den Absurditäten internationaler Drogenpolitik.
In der Ferne ragen die Gipfel des Himalaya empor. Auf 2.000 Metern Höhe braust O.P. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-421 alignnone" title="nordindien Thirtukhodi Himachal Pradesh" src="http://www.dropo.net/wp-content/uploads/2010/07/nordindien.jpg" alt="nordindien" width="480" height="328" /></p>
<p><strong>Das Verbot des Anbaus von Opium bringt indische Bauern in Existenznot. In drei Bundesstaaten jedoch pflanzen zehntausende Landwirte mit Erlaubnis der Regierung und der Vereinten Nationen Mohn für die Pharmaindustrie an. Eine Reise zum indischen Himalaya und den Absurditäten internationaler Drogenpolitik</strong>.</p>
<p>In der Ferne ragen die Gipfel des Himalaya empor. Auf 2.000 Metern Höhe braust O.P. Sharma mit seinem Suzuki Kleinwagen an Flüssen entlang und Serpentinen hinauf. Hinten im Wagen sitzt ein mit einer Pistole bewaffneter Polizist; seit zwei Jahren begleitet er Om Prakash Sharma &#8211; kurz &#8220;Oh Pee&#8221; &#8211; bei seinen Fahrten durch die Berge des Bundesstaates Himachal Pradesh. Sharma war bis vor einiger Zeit noch Drogenfahnder beim indischen Narcotics Control Bureau (NCB). Wenn er jetzt Dörfer besucht, um dort die Bäuerinnen und Bauern über Alternativen zum Anbau von Cannabis und Opium zu beraten, kann es zu Problemen kommen. Immerhin mischt sich Sharma hier in ein lukratives Geschäft ein; bei den Drogenhändlern ist er daher nicht gern gesehen.</p>
<p><span id="more-419"></span></p>
<p>Opium ist ein einzigartiges Agrarprodukt. Sein Anbau wird vom Suchtstoffkontrollrat der Vereinten Nationen in Wien (INCB) planwirtschaftlich betrieben. Der Rat regelt den Vertrieb organischer und chemischer Substanzen, die den UNO-Drogenkonventionen unterliegen. Regierungen müssen dem Rat den jährlichen Bedarf ihrer medizinischen Einrichtungen und Pharmaunternehmen melden. Luxemburg beispielsweise wird im Jahr 2010 sechs Kilogramm Morphium benötigen, der Nachbar Deutschland nahezu zwei Tonnen. Der INCB gilt in Kreisen von NGOs, die sich kritisch mit der internationalen Drogenpolitik auseinandersetzen, als äußerst konservativ &#8211; als Hohepriester der Drogenprohibition wird der Rat dort kritisiert. Denn in den jährlichen Berichten der Einrichtung wird jedes Abweichen von der harten Verbotslinie gegeißelt; so wird etwa das Verteilen von sterilen Spritzen in Gefängnissen als Aufforderung zum Drogenkonsum gedeutet.</p>
<p>Doch Wien ist weit weg von Nordindien. Was dort auf Konferenzen von so genannten Experten in Gesetzesform gegossen wurde, äußert sich hier im Hochland in Polizeieinsätzen und im Zerstören von Mohn- und Cannabisfeldern.</p>
<p>Sharmas Kleinwagen biegt von der Hauptstraße ab. Auf einer holprigen Asphaltstraße geht es über einen Pass &#8211; auf etwa 2.500 Meter Höhe &#8211; dann hinab in das Churah-Tal. &#8220;Vor einigen Jahren war hier um diese Zeit alles voller Opiumpflanzen&#8221;, meint Sharma und deutet hinunter. Doch in diesem Frühjahr sind die Felder auf den Terrassen, die sich an die bewaldeten Hänge schmiegen, kahl. Hier und da sieht man Menschen, die Kartoffeln und anderes Gemüse pflanzen. Ob das die Folge der Polizeiaktionen gegen den Drogenanbau ist? Oder liegt es eher an der Entscheidung der Drogenhändler, von der man Munkeln hört? Gerüchten zufolge soll dieses Jahr in der gesamten Region kein Opium angebaut werden, um die Polizei zu beruhigen.</p>
<p>Den reinen Verbotsansatz hält Sharma mittlerweile für kontraproduktiv. Denn nach der Durchsetzung der Drogenprohibition stehen die Landwirte wirtschaftlich ruiniert da. Sharma setzt auf &#8220;Alternative Development&#8221;. Kein neues Konzept: In den Drogenanbaugebieten Südostasiens und Lateinamerikas sowie in Afghanistan wird es seit langem praktiziert &#8211; mit wenig anhaltendem Erfolg: Waren die Entwicklungsorganisationen mit ihrem Geld nach Ablauf der Projektphase wieder weg, war es meist auch mit der &#8220;alternativen Entwicklung&#8221; vorbei. Sharmas Ansatz ist allerdings ein anderer. Er kennt die Gegend, die Leute und die lokalen Dialekte. Er bringt den Gottheiten der Dörfer seinen Respekt entgegen und wird nicht müde, immer wieder mit den Landwirten zu reden und ihnen klar zu machen, worum es geht. &#8220;Das ist nicht einfach&#8221;, stellt Sharma fest, manchmal fehle die Bildungsgrundlage, um das Konzept zu begreifen. &#8220;Auch müssen Jahrhunderte alte Vorstellungen durchbrochen werden&#8221;, sagt der Anfang 40-Jährige. Letztlich betreibt er Hilfe zur Selbsthilfe und versucht mit den Genossenschaften kollektive Strukturen aufzubauen. Die sollen sich nach und nach selbst tragen und nicht auf finanzielle Hilfe von außen angewiesen sein.</p>
<p>Traditionell wurde und wird Opium in Teilen Indiens als Heil- und Schmerzmittel sowie für religiöse Riten genutzt. Doch offiziell gibt es in Indien kaum illegalen Anbau; dabei wird nicht nur im Norden des Subkontinents, sondern wohl auch in den von &#8220;maoistischen&#8221; Naxaliten (woxx 1041) gehaltenen Gebieten Mohn angepflanzt. Das gilt ebenso für die nordöstlichen indischen Bundesstaaten mit ihren zahlreichen lokalen Aufstandsbewegungen und ihrer Grenze zu Burma/Myanmar.</p>
<p>Der bereits erwähnte Suchtstoffkontrollrat räumt Indien eine Sonderstellung ein. Nach Afghanistan sind Australien und Frankreich die größten Produzenten von Schlafmohn; dort wird die Pflanze per Mähdrescher geerntet und chemisch weiterverarbeitet. Als viertes in der Reihe der Anbauländer dürfte dann schon Indien kommen. Nur dort wird legal per Hand Rohopium gewonnen. Rund 500 Tonnen ernteten 45.000 lizenzierte Bäuerinnen und Bauern in der Saison 2008/09 in den drei Bundesstaaten Rajasthan, Maydha Pradesh und Uttar Pradesh.</p>
<p>Zum Vergleich: Die afghanische Opiumernte wird dieses Jahr schätzungsweise bei um die 5.000 Tonnen liegen. Die meisten indischen Opiumbauern werden durch den erzielten Ertrag nicht reich, können aber ihr Einkommen um einige hundert Dollar im Jahr aufbessern.</p>
<p>Neben dem Rohopium können die Landwirte die getrockneten Kapseln mit den Samen (die beispielsweise für Mohnbrötchen verwendet werden) und das Stroh verkaufen. Der Anbau ist seitens des indischen Zentralbüros für Betäubungsmittel (CNB) strengen Auflagen unterworfen. Ständig wird kontrolliert, die Anbaufläche darf einen halben Hektar nicht überschreiten, zudem muss ein Mindestertrag abgeliefert werden &#8211; sonst erhält man im kommenden Jahr keine Lizenz. Eine Maßnahme, mit der das Abzweigen eines Teils der Ernte für den Schwarzmarkt verhindert werden soll.</p>
<p>Manche Politiker in Indien wollen die Lizenzierung des Opiumanbaus für mehr Bundesstaaten durchsetzen. Doch die Bundesregierung ist in diesen Belangen sehr zögerlich. Denn sie muss sich immer wieder den Vorwürfen seitens der internationalen Organisationen erwehren, nicht genug gegen den illegalen Anbau und die Abzweigung von lizenziertem Opium auf den Schwarzmarkt zu tun.</p>
<p>Im Dorf Thirtukhodi im Churah Tall will man das Thema Opium aber hinter sich lassen. Ein Teil der Einwohner ist zusammengekommen, um Sharma zu empfangen. Mit seiner Unterstützung haben sie in den letzten Monaten daran gearbeitet, formal als Genossenschaft seitens der Landesregierung anerkannt zu werden. Gemeinsam will man die landwirtschaftlichen Erzeugnisse vermarkten. Letztes Jahr wurden mit gespendetem Saatgut Erbsen angebaut, die auf dem Markt gute Preise erzielen. Als nächster Schritt sollen erste Gewächshäuser auf den ebenen Flächen entlang des Flusses, der das Tal durchzieht, errichtet werden. Derzeit gibt es für solche Vorhaben finanzielle Unterstützung durch die Regierung. Dann, so Sharmas Plan, sollen darin Blumen und Heilkräuter wachsen. In seiner Heimatregion, noch weiter im Norden, funktioniere das Modell gut, berichtet er. Auch habe man dort ein kleines Wasserkraftwerk errichtet und werde bald Strom verkaufen können.</p>
<p>Soweit ist man hier in Thirtukhodi noch lange nicht; ein Teil der Häuser in der Siedlung ist heruntergekommen und manche der Kinder leiden offenbar an Mangelernährung. Vor etwa 15 Jahren, so erinnert sich ein alter Dorfbewohner mit wettergegerbter Haut, seien Leute aus Pakistan und Kaschmir gekommen. Sie regten an, Mohn anzubauen und versprachen die Abnahme des Opiums. &#8220;Eigentlich ist die Idee, als Gemeinschaft zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen, uns nicht unbekannt&#8221;, erzählt der Mann weiter. &#8220;Doch als viele von uns durch den Opiumanbau reich wurden, haben wir uns voneinander abgewandt.&#8221;</p>
<p>Zu den Zeiten des Opiumanbaus konnten die Kinder auf Privatschulen außerhalb des Tals geschickt werden; es war Geld für medizinische Versorgung da. Damit ist es seit drei Jahren vorbei &#8211; seit die Behörden den Opiumanbau unterbunden haben. Die zwei staatlichen Schulen im Tal haben zusammen ein halbes Dutzend Lehrer für viele hundert Kinder aufzubieten; eine medizinische Grundversorgung gibt es nicht.</p>
<p>Die Bauern, die sich in Thirtukhodi zu einer Genossenschaft zusammenschließen wollen, sind geteilter Meinung über die Rechtmäßigkeit des Verbots, Opium anzubauen. Die einen sagen, der Anbau gehöre verboten, da Drogen anderen Menschen schaden. Andere in der Gruppe finden es unfair, dass ihnen auch der Anbau von Mohn zum Eigenbedarf untersagt wird. Denn Opium wird als Mittel gegen Schmerz, Migräne und Durchfall benötigt. Medikamente kann sich hier kaum einer leisten.</p>
<p>Der insgesamt schizophrene Umgang mit der Opiumpflanze führt dazu, dass in Indien in 70 Prozent der Krebskrankenhäuser kein Morphium ausgegeben wird. Dabei wächst der Ausgangsstoff quasi vor der Haustür. Diese Verweigerung der Schmerztherapie prangerte Human Rights Watch letztes Jahr in einem Report an. Doch ist dieses Phänomen weltweit zu beobachten: Absurderweise wird aus Angst vor dem Suchtpotenzial von Opiaten Sterbenden eben dieses Linderungsmittel verweigert &#8211; obwohl in solchen Fällen eine drohende Abhängigkeit herzlich egal sein könnte.</p>
<p>Abgesehen von der dogmatischen Verbotslogik, spielen in Sachen Opiaten auf dem legalen Markt finanzielle Interessen eine Rolle: Die Pharmaindustrie will ihre synthetischen Opioide loswerden; Länder wie Australien und Frankreich wollen in der Opiumlandwirtschaft keine Konkurrenz aus dem Süden. So wird seitens der meisten westlichen Regierungen und der Vereinten Nationen die Forderung einiger NGOs, Afghanistan in den Kreis der Länder mit Lizenz zum Opiumanbau aufzunehmen, verächtlich abgetan. Ein Modell wie in Indien werde nicht funktionieren &#8211; zu groß sei dort die Korruption, zu groß die Gefahr, dass das lizenzierte Opium in dunkle Kanäle abgezweigt werde. Ein lächerliches Argument, angesichts einer afghanischen Opiumernte, die derzeit zu hundert Prozent auf den Schwarzmarkt gelangt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Erschienen am 6. Mai 2010 in der luxemburgerischen Wochenzeitung <a href="http://www.woxx.lu/" target="_blank">Woxx</a>.</p>
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		<title>Entwicklungspolitisches Magazin: Schwerpunkt Drogen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Das entwicklungspolitische Magazin &#8220;welt-sichten&#8221; widmete Ende 2008 eine Ausgabe dem Schwerpunkt &#8220;Drogen&#8221; mit dem Untertitel: &#8220;Profit, Gewalt und Politik&#8221;. Die Artikel sind online abrufbar, siehe unten.
welt-sichten stammt dem Kreis der kirchlichen Entwicklungsorganisationen in Deutschland und versteht sich der Ökumene verpflichtet. Es ist der Nachfolger von &#8220;Der Überblick&#8221;  und &#8220;Eins&#8221; (vormals &#8220;Zeitschrift Entwicklungspolitik und davor &#8220;epd-Entwicklungspolitik&#8221;). Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://www.welt-sichten.org/cms/upload/titel/ws-11-008.jpg" alt="" width="250" height="326" /></p>
<p>Das entwicklungspolitische Magazin &#8220;welt-sichten&#8221; widmete Ende 2008 eine Ausgabe dem <a href="http://www.welt-sichten.org/archiv/2008/11-2008/11-2008.html" target="_blank">Schwerpunkt &#8220;Drogen&#8221;</a> mit dem Untertitel: &#8220;Profit, Gewalt und Politik&#8221;. Die Artikel sind online abrufbar, siehe unten.</p>
<p>welt-sichten stammt dem Kreis der kirchlichen Entwicklungsorganisationen in Deutschland und versteht sich der Ökumene verpflichtet. Es ist der Nachfolger von &#8220;<a href="http://www.eed.de/ueberblick/ueberblick-root.html" target="_blank">Der Überblick</a>&#8221;  und &#8220;<a href="http://www.entwicklungspolitik.org/" target="_blank">Eins</a>&#8221; (vormals &#8220;Zeitschrift Entwicklungspolitik und davor &#8220;epd-Entwicklungspolitik&#8221;). Von diesen eingestellten Publikationen liegen Online-Archive vor.</p>
<p><span id="more-400"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt der Drogen-Ausgabe von<br />
welt-sichten 11/08:</span></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/angriff-auf-die-falschen-ziele.html" target="_blank">Angriff auf die falschen Ziele</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Der Krieg gegen die Drogen wird von Machtpolitik geleitet<br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Alain Labrousse</p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/mit-null-toleranz-in-die-sackgasse.html" target="_blank">Mit „Null Toleranz“ in die Sackgasse</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Die internationale Drogenpolitik braucht eine neue Strategie<br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Martin Jelsma</p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/drogenabhaengige-haben-ein-recht-auf-behandlung.html" target="_blank">„Drogenabhängige haben ein Recht auf Behandlung“</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Gespräch mit Markus Theunert vom Schweizer Fachverband Sucht</p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/fuer-dreissig-euro-das-leben-riskiert.html" target="_blank">Für dreißig Euro das Leben riskiert</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Begegnung mit einem afghanischen Drogenschmuggler<br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Friederike Böge</p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/drogensucht-im-islamischen-staat.html" target="_blank">Drogensucht im islamischen Staat</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Im Iran hat der Konsum von Heroin aus Afghanistan stark zugenommen</p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-008/ausser-kontrolle.html" target="_blank">Außer Kontrolle</a><br style="padding: 0px; margin: 0px;" />In Mexiko eskaliert der Kampf gegen die Drogenkartelle<br style="padding: 0px; margin: 0px;" />Nils Brock</p>
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		<title>Studie: Strafverfolgung und Gewalt</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 13:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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Unlängst wurde die kanadische Studie &#8220;Effect of Drug Law Enforcement on
Drug-Related Violence: Evidence from a Scientific Review&#8221; veröffentlicht. Die Studie liegt als pdf zum Download vor (26 Seiten) &#8211; erstellt wurde sie vom Urban Health Research Initiative (UHRI) in British-Columbia. Sie erscheint vor dem Hintergrund eines geplanten Gesetzes der konservativen Regierung (Bill C-15), das eine Mindesthaftstrafe für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-366" title="homocide" src="http://www.dropo.net/wp-content/uploads/2010/04/homocide.png" alt="homocide" width="480" height="355" /></p>
<p>Unlängst wurde die kanadische Studie &#8220;Effect of Drug Law Enforcement on<br />
Drug-Related Violence: Evidence from a Scientific Review&#8221; veröffentlicht. Die Studie liegt als <a href="http://uhri.cfenet.ubc.ca/images/Documents/violence-eng.pdf" target="_blank">pdf zum Downloa</a>d vor (26 Seiten) &#8211; erstellt wurde sie vom Urban Health Research Initiative (<a href="http://uhri.cfenet.ubc.ca/" target="_blank">UHRI</a>) in British-Columbia. Sie erscheint vor dem Hintergrund eines geplanten Gesetzes der konservativen Regierung (Bill C-15), das eine Mindesthaftstrafe für Verstöße gegen die Drogengesetzgebung <a href="http://www.straight.com/article-209473/bill-c15-could-fill-prisons" target="_blank">vorsieht</a>.</p>
<p>Für die Studie wurde intensiv Recherche betrieben und 306 englischsprachige Drogenstudien aus den letzten 20 Jahren gefunden; aus diesen wiederum wurden 15 herauskristallisiert, die unmittelbar die Folge von Strafverfolgung auf Gewalt behandeln. Allgemeiner Tenor: Repression führt zu mehr Gewalt.</p>
<p>Dieser Zusammenhang lässt sich gut im oben abgebildeten Diagramm sehen: Deutlich ist der Anstieg der Morde in den Jahren der Alkoholprohibition in den USA zu erkennen &#8211; er bewegt sich parallel zu den Pro-Kopf Ausgaben für Strafverfolgung. Ebenso steigen nach dem Ausrufen des &#8220;War on Drugs&#8221; durch Nixon Anfang der 70er Jahre sowohl die Ausgaben als auch die Morde.</p>
<p><span id="more-365"></span></p>
<p>Der Leiter von UHRI, Evan Wood, gibt in einem Beitrag für die kanadische Tageszeitung Nationalpost einen Überblick über die Studie: &#8220;<a href="http://network.nationalpost.com/NP/blogs/fullcomment/archive/2010/04/26/evan-wood-conservatives-should-get-weak-on-drugs.aspx" target="_blank">Conservatives should get weak on drugs</a>&#8220;. Diese Empfehlung stieß beim dem ehemaligen US-Drogenzar John Walters, Leiter der Drogenbehörde unter Bush Jr., nicht auf Gehör. Man würde in der Studie Drogengewalt falsch interpretieren: &#8220;Grund von Gewalt sind nicht die Gesetze. Die Gründe für die Gewalt sind die Kriminellen und die Bösartigkeit mit der die kriminellen Aktivitäten durchgeführt werden&#8221;, wurde Walters in der <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/04/27/AR2010042700296.html" target="_blank">Washington Post</a> zitiert.</p>
<p>Die Studie wird in leicht veränderter Form auch vom  <a href="http://www.icsdp.org/research/publications.aspx" target="_blank">International Centre for Science in Drug Policy</a> in Vancouver herausgegeben &#8211; warum dies so ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 15.0px; text-align: justify; text-indent: -10.0px; line-height: 12.1px; font: 11.0px 'Adobe Garamond Pro'; color: #2e2628;">
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		<title>Reader zu Harm Reduction in der EU</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:43:54 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Harm Reduction]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Portugal kam diesen April eine Veröffentlichung auf Englisch, die dankenswerter Weise online frei verfügbar ist: &#8220;Harm reduction: evidence, impacts and challenges&#8220;. Schlappe 470 Seiten weißt diese Aufsatzsammlung auf. Sie gibt in 16 Kapiteln einen Überblick über die Entwicklung des Schadensminderungskonzepts in der EU in den vergangenen 20 Jahren.
Herausgeber des Werks ist &#8220;The European Monitoring Centre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-354 alignright" title="reader" src="http://www.dropo.net/wp-content/uploads/2010/04/reader.gif" alt="reader" width="220" height="327" />Aus Portugal kam diesen April eine Veröffentlichung auf Englisch, die dankenswerter Weise online frei verfügbar ist: &#8220;<a href="http://www.emcdda.europa.eu/publications/monographs/harm-reduction" target="_blank">Harm reduction: evidence, impacts and challenges</a>&#8220;. Schlappe 470 Seiten weißt diese Aufsatzsammlung auf. Sie gibt in 16 Kapiteln einen Überblick über die Entwicklung des Schadensminderungskonzepts in der EU in den vergangenen 20 Jahren.</p>
<p>Herausgeber des Werks ist &#8220;The European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (<a href="http://www.emcdda.europa.eu" target="_blank">EMCDDA</a>)&#8221; in Lissabon &#8211; eine Einrichtung der EU. Es veröffentlicht diverse <a href="http://www.emcdda.europa.eu/html.cfm/index48669EN.html" target="_blank">Reihen</a>, neben <a href="http://www.emcdda.europa.eu/html.cfm/index31211EN.html?action=list&amp;type=PUBLICATIONS&amp;SERIES_PUB=w11" target="_blank">Monographien</a> wie zur Schadensminderung werden etwa auch methodische <a href="http://www.emcdda.europa.eu/publications/searchresults?action=list&amp;type=PUBLICATIONS&amp;SERIES_PUB=w10" target="_blank">Handbücher</a> (z.B. zur Erforschung von Drogenpreisen) herausgegeben.</p>
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		<title>Neues und Altes aus dem Drogenstaat Afghanistan</title>
		<link>http://www.dropo.net/2010/04/neues-und-altes-aus-dem-drogenstaat-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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Alfred McCoy: Drogenstaat Afghanistan
Alfred McCoy ist ein Haushaltsname in Sachen Opium. Der US-Professor schrieb 1972 das Buch &#8220;The Politics of Heroin in Southeast Asia&#8221;; eine überarbeite Neuauflage erschien 2003 auf Deutsch:&#8221;Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel&#8221; (derzeit nicht mehr neu im Buchhandel zu erwerben).
Nun hat McCoy einen langenen Text mit dem Titel &#8220;Can [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-344" title="afgh" src="http://www.dropo.net/wp-content/uploads/2010/04/afgh.jpg" alt="afgh" width="440" height="330" /></strong></p>
<p><strong>Alfred McCoy: Drogenstaat Afghanistan</strong></p>
<p>Alfred McCoy ist ein Haushaltsname in Sachen Opium. Der US-Professor schrieb 1972 das Buch &#8220;The Politics of Heroin in Southeast Asia&#8221;; eine überarbeite Neuauflage erschien 2003 auf Deutsch:&#8221;Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel&#8221; (derzeit nicht mehr neu im Buchhandel zu erwerben).</p>
<p>Nun hat McCoy einen langenen Text mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.tomdispatch.com/blog/175225/tomgram%3A_alfred_mccoy%2C_afghanistan_as_a_drug_war__" target="_self">Can Anyone Pacify the World&#8217;s Number One Narco-State?</a>&#8221; veröffentlicht. Dort spricht er einige interessante Aspekte an und zeigt auf, dass die Opiumlandwirtschaft sich wie ein gordischer Knoten um das Land geschlungen hat. Dazu geführt haben demnach u.a.:</p>
<p>- der jahrzehntelange Bürgerkrieg, der die landwirtschaftliche Infrastruktur (Bewässerungssysteme) zerstört und die modernen Waffen, die einen große Teile der Herden töteten</p>
<p>- Da Opiumanbau neumal arbeitsintensiver sei, als Weizenanbau, bot Opium eine sofortige saisonale Arbeitsmöglichkeit für über eine Million Afghanen. In dem zerstörten Land, mit zahllosen Binnenflüchtlingen, seien nur die Opiumhändler in der Lage gewesen, schnell Kapital aufzutreiben und Kredite zu vergeben.</p>
<p><span id="more-340"></span></p>
<p>McCoy sieht nur eine realistische Möglichkeit, Afghanistan aus dem heutigen Schlamassel zu befreien: Den Wiederaufbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur durch sehr viele kleine Projekte, um Nahrungspflanzen als Alternative zu Opium zu etablieren. Ein Drogenstaat, so McCoy, sei nur zu befrieden, wenn er kein Drogenstaat mehr ist.</p>
<p><strong>Die Legende vom Opium-Bann</strong></p>
<p>Immer wieder wird im Zusammenhang mit Afghanistan und Taliban auf den Opium-Bann von 2000 verwiesen. Den hätte die Taliban-Führung damals verfügt, um international an Reputation zu gewinnen. Dies entlarvte Romesh Bhattarchiji, ehemaliger Leiter der indischen Drogenbehörde CBN in einem Beitrag von 2002 als Mythos: &#8220;<a href="http://www.frontlineonnet.com/fl1919/19190660.htm" target="_blank">The narco-politics of Afghanistan</a>&#8220;.</p>
<p>Vielmehr, so Bhattarchiji, habe es ein Interesse westlicher Firmen gegeben, das Ansehen des Taliban-Regimes zu verbessern, um der Öffentlichkeit ein Pipeline-Projekt durch das Land besser schmackhaft machen zu können. Die Taliban, spekulierten wohl tatsächlich auf Entwicklungsgelder und internationale Anerkennung und nutzen die Dürre, die das zweite Jahr in Folge anhielt, um Delegationen der UN und Geberstaaten unbestellte Opiumfelder zu zeigen. Die Taliban nutzen den Bann also eher nach dem Prinzip der potemkischen Dörfer. Dass die Wahrnehmung der UN-Drogenbehörden eher von Wunschdenken als harten Fakten geprägt ist, dürfte ebenfalls eine Rolle gespielt haben.</p>
<p>Ob Bann oder Dürre, die Ernteausfälle hatten enorm schlimme Folgen für die Opiumbauern- und bäuerinnen. Das beschrieb Martin Jelma vom  niederländischen Transnational Institute im Jahr 2005: &#8220;<a href="http://tni.org/archives/archives_jelsma_taliban" target="_blank">Learning Lessons from the Taliban Opium Ban</a>&#8220;. In den Jahren 2000/2001 sei das informelle Banksystem zusammengebrochen, was zu einer anhaltenden Verschuldung vieler tausend Bauernfamilien geführt hätte; die die Zurückzahlung ihrer Kredite um ein Jahr verschieben mussten. Um die Schulden zu tilgen, seien Vieh, aber auchTöchter verkauft worden. Und, um Geld einzunehmen, wurde Ende 2001 mit vollem Schwung wieder Opium angebaut.</p>
<p><strong>Afghanistan Cannabis Survey 2010</strong></p>
<p>Ende März 2010 hat UNODC den Cannabis Report 2009 (<a href="http://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/Afghanistan/Afghanistan_Cannabis_Survey_2009.pdf" target="_blank">pdf</a>, Engl.) für Afghanistan vorgestellt. Die Pflanze wächst dort in freier Wildbahn. Und wird, kaum überraschend, im großen Stil angebaut. Zwischen 1,500 bis 3,500 Tonnen Ernte würde im Jahr eingefahren. Das Nettoeinkommen aus der Ernte eines Hektar Cannabis sei mit 3.300 Dollar höher als das aus dem Anbau von Opium (2.000 Dollar). Trotzdem würde  weiterhin lieber Opium angebaut; Opiumanbau ist zwar arbeitsintensiver, die Pflanze wächst aber im wasserreichen Winter &#8211; und Opium lässt sich länger lagern. Die Cannabispflanze dagegen müsste im trockenen Sommer angebaut werden und das Ernteprodukt sei nicht so haltbar.</p>
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		<title>Irreführende Erfolgskriterien von UNODC</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 09:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie &#8220;Afghanistans Drogenkarriere &#8211; Von der Kriegs- zur Drogenökonomie&#8221; (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die online verfügbare Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin Citha D. Maass, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-326" title="studie2" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2010/02/studie2.png" alt="studie2" width="510" height="346" /></p>
<p>Oben stehendes Schaubild stammt aus der Studie &#8220;Afghanistans Drogenkarriere &#8211; Von der Kriegs- zur Drogenökonomie&#8221; (die Grafik stammt ursprünglich von UNODC). Die <a href="http://www.swp-berlin.org/produkte/swp_studie.php?id=11881&amp;PHPSESSID=3e67222c0bc301fa101b9295ff64157c" target="_blank">online verfügbare Studi</a>e der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeichnet auf 35 Seiten die Geschichte des Opiumanbaus in Afghanistan seit 1979 nach. Eine Transformation zu einer Drogenökonomie, so die Autorin <a href="http://www.swp-berlin.org/forscher/forscherprofil.php?id=1361&amp;PHPSESSID=3e67222c0bc301fa101b9295ff64157c" target="_blank">Citha D. Maass</a>, sei seit 2002 zu beobachten. Sprich eine Volkswirtschaft, die von einem Wirtschaftszweig dominiert wird, der unter herrschenden internationalen Gesetzen als illegal gilt.</p>
<p><span id="more-323"></span></p>
<p>Die kompakte Studie, Anfang des Jahres veröffentlich, stellt kenntnisreich die komplexe Problematik der Opiumlandwirtschaft  und -industrie dar. In ihr wird  die Herangehensweise der UNODC kritisiert: Die Behörde der Vereinten Nationen würde &#8220;irreführende Erfolgskriterien&#8221; heranziehen; so gelte eine Provinz als &#8220;drogenfrei&#8221;, wenn der Anbau von Opiumpflanzen dort unter eine Fläche von 100 ha schrumpfe. Maass bemängelt, dass die Ausweitung der Heroinprodukiton ignoriet würde. Das gelte auch  für den Anstieg des Cannabis-Anbau: Afghanistan sei mittlerweile der weltgrößte Cannabislieferant. Ebenfalls spricht die Forscherin die &#8220;selektive politische Blindheit&#8221; der internationalen Gemeinschaft gegenüber den Verbindungen von Drogenhändlern und hohen politischen Beamten in der Regierung Karzai an (S. 23f).</p>
<p>Abschließend werden in der Studie Empfehlungen ausgesprochen: So müsse man sich auf einen langsamen Wandel von 20 bis 30 Jahre weg von dem Opiumanbau einstellen. Als Methoden werden allerdings nur altgebrachte Konzepte angeraten: Repression und Alternative Entwicklung. Die Option des Anbaus für medizinische Zwecke, die anderswo <a href="http://www.poppyformedicine.net/" target="_blank">diskutiert</a> wird, taucht nur in einer Fußnote mit Verweis auf die Türkei auf.</p>
<p>Unlängst hat UNODC die mittlerweile schon traditionell zu nennende Winter-Untersuchung über die zu erwartende Opiumernte in Afghanistan <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/2010/February/unodc-predicts-stable-opium-crop-in-afghanistan.html" target="_blank">veröffentlicht</a>. Im &#8220;Winter Rapid Assement&#8221; heißt es, dass sich gegenüber den vergangen Jahren nichts am Anbauumfang geändert habe. Allerdings würden insgesamt schlechte Wetterbedingungen wohl für einen niedrigeren Ertrag sorgen.</p>
<p>(via <a href="http://www.hanfplantage.de/uno-opiumanbau-afghanistan-stabil-bleiben-13-02-2010" target="_blank">hanfplantage.de</a>)</p>
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		<title>Burma: Bäuerinnen über den von der Junta geduldeten Opiumanbau</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 14:09:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.
Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der Women&#8217;s League of Burma [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-311 alignright" title="poisoned" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2010/02/poisoned.jpg" alt="poisoned" width="180" height="259" />Dass die Aussagen des Vereinten Nationen hinsichtlich des &#8220;Erfolgs&#8221; in Sachen Drogenpolitik trotz widersprüchlichen Zahlen immer auf Erfolg gebürstet sind, ist ärgerlich. Aber angesichts der Abwesenheit einer Kultur von Zweifel und Selbstkritik innerhalb von politischen Organisationen kaum verwunderlich.</p>
<p>Ein Report, für den 30 burmesische Bäuerinnen Informationen zugeliefert haben, ist nun von der <a href="http://www.womenofburma.org/" target="_blank">Women&#8217;s League of Burma</a> und der &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; veröffentlicht worden. &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedHillsFinal.pdf" target="_blank">Poisoned Hills</a>&#8221; (3,5 MB, pdf, Engl. ), so der Titel des Werks, schildert die Umstände in den Gemeinden Namkham und Mantong in Nord-Burma. Dort hat sich unter Kontrolle der Militärregierung der Anbau von Opium in den vergangen drei Jahren verfünfacht. Das UN Office for Drugs and Crime, UNODC, dass mit der Militärjunta kooperiert, kommt in seinem Drogenbericht gerade einmal  auf  eine Verdopplung der Anbaufläche (siehe UNODC: Opium cultivation in South-East Asia 2009, <a href="http://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/SEA_Opium_survey_2009.pdf" target="_blank">pdf</a>, 7,5MB).</p>
<p><span id="more-309"></span></p>
<p>Der Bericht &#8220;Poisoned Hills&#8221; beschreibt, wie Staatsbeamte gegen Geld den Opiumanbau dulden, wie staatliche &#8220;Anti-Drogen-Teams&#8221; wenig gegen den Opiumanbau unternehmen und wie in den umliegenden Ortschaften sich die Probleme durch Drogenkonsum verschärft haben. Mehr Hintergrund zum Report <a href="http://ipsnews.net/news.asp?idnews=50170" target="_blank">findet sich beim InterPressService</a> &#8211; auch eine Einschsätzung darüber, welches Risiko die am Report beteiligten Frauen eingegangen haben &#8211; mit Regimekritikern geht die Militärjunta bekanntlich wenig zimperlich um.</p>
<p>Bereits 2006 veröffentlichte die &#8220;Palaung&#8217;s Women&#8217;s Organization&#8221; den Report &#8220;<a href="http://www.womenofburma.org/Report/PoisonedFlowers.pdf" target="_blank">Poisoned Flowers</a>&#8221; (pdf), der anhand von zahlreichen Interviews die Folgen der Opiumlandwirtschaft und Heroinprouktion in den Gemeinden im nördlichen Shanstaat mit sich bringt.</p>
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		<title>Zweifel an UN-Bericht zur afghanischen Drogenökonomie</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/12/afghanistan-zweifel-an-un-bericht-zur-drogenoekonomie/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 14:25:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der hier im Blog bereits erwähnte Bericht &#8220;Addiction, Crime, and Insurgency:  The Transnational Threat of Afghan Opium&#8221; wurde vor einiger Zeit auf der Website &#8220;Foreign Policy in Focus&#8221; ausführlich kritisiert: Dass der Handel mit Opium und Heroin, der laut dem Bericht vor allem den Taliban zu Gute käme, sei eine unvöllständige Darstellung. Zwar werde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-289 alignright" title="drugmarket" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/12/drugmarket.png" alt="drugmarket" width="322" height="371" />Der <a href="http://dropo.net/2009/10/un-report-drogenoekonomie-und-taliban/" target="_self">hier im Blog</a> bereits erwähnte Bericht &#8220;Addiction, Crime, and Insurgency:  The Transnational Threat of Afghan Opium&#8221; wurde vor einiger Zeit auf der <a href="http://www.fpif.org/fpiftxt/6553" target="_blank">Website &#8220;Foreign Policy in Focus&#8221; ausführlich kritisiert:</a> Dass der Handel mit Opium und Heroin, der laut dem Bericht vor allem den Taliban zu Gute käme, sei eine unvöllständige Darstellung. Zwar werde der Bericht so interpretiert, dass vor allem der Drogenanbau- und handel zu stoppen sei, um die Taliban zu bekämpfen. Doch räume der Bericht genau das Gegenteil ein, so Julien Mercill: Ein Reduktion der Drogenökonomie würde nur &#8220;minimale Auswirkungen auf die strategische Bedrohung durch die Aufständischen&#8221; haben: die Taliban würden &#8220;bedeutende finanzielle Unterstützung von Gebern aus der ganzen Welt&#8221; erhalten &#8211; Beiträge die die Drogengelder völlig in den Schatten stellen würden.</p>
<p><span id="more-270"></span></p>
<p>Gerade einmal vier Prozent der afghanischen Einnahmen durch den Drogenhandel &#8211; insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar so die Schätzungen &#8211; gingen an die Taliban; etwa 20 Prozent verdienten die Bauern, heißt es in dem Bericht &#8220;UN Report misleading on Afghanistan&#8221;, der sich auf besagten UN-Report bezieht. Die restlichen 75 Prozent, &#8220;werden von Regierungsbeamten, der Polizei, lokalen und regionalen Mächtigen und Händlern eingenommen &#8211; kurz gesagt, viele der Gruppen die nun von den Vereinigten Staaten und der NATO unterstützt (oder toleriert) werden, sind wichtige Akteure im Drogenhandel&#8221;.</p>
<p>Mercill hatte im Oktober die bekannte afghanische <a href="http://www.fpif.org/articles/interview_with_malalai_joya" target="_blank">Politikerin Malalai Joya interviewt</a>, die zum Thema Drogen unter anderem folgendes äußerte: &#8220;Was arme Afghanen und die Taliban durch die Drogen verdienen, ist wie ein Tropfen im Ozean. Niemand, der klar im Kopf ist, kann glauben, dass eine Supermacht unterstützt von 40 Ländern wirklich nicht in der Lage ist, die Opiumproduktion zu stoppen &#8211; während die kleinen, ignoranten und rückständigen Taliban es 2001 einfach mit einem Bann belegen konnten und die Produktion auf 185 Tonnen reduzieren konnten. Unter den Vereinigten Staaten und seinen Verbündeten produziert Afghanistan nun 8.500 Tonnen.&#8221;</p>
<p>In seinem Artikel zu dem UN-Report macht Mercill auch darauf aufmerksam, dass von den schätzungsweise 65 Milliarden US-Dollar Umsatz mit (illegalisierten) Opiaten wie Heroin maximal zehn Prozent durch informelle Banksysteme gewaschen würden. Stattdessen würde der überwiegende Teil  durch legale Handelsaktivitäten und Banksysteme in den offiziellen Geldkreislauf eingespeist. Der Chef der Drogenkontrollbehörde <a href="http://www.unodc.org/unodc/index.html" target="_blank">UNODC</a> &#8211; Antonio Maria Costa &#8211;  hatte bereits im diesjährigen Drogenweltbericht darauf hingewisen: Einige Banken seien durch Drogengelder gerettet worden &#8211; &#8220;In Zeiten einer bedeutenden Bankkrise, glauben Banker wohl, dass &#8216;Geld nicht stinkt&#8217; &#8220;, so Costa. Er <a href="http://www.guardian.co.uk/global/2009/dec/13/drug-money-banks-saved-un-cfief-claims">bekräftigte diese Aussage</a>n unlängst gegenüber dem britischen Observer.</p>
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		<title>Blaupause für die Nachkriegszeit</title>
		<link>http://www.dropo.net/2009/11/blaupause-fur-die-nachkriegszeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 14:59:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf gut 200 Seiten breitet die britische NGO Transform ein Szenario für die Zeit nach dem Krieg gegen die Drogen aus: Blueprint for Regulation (pdf &#8211; auf Englisch &#124; Creative Commons Lizenz).
Nach einer Bestandsaufnahme der herrschenden Drogenpolitik werden fünf Szenarien der Regulierung von den derzeit illegalisierten Drogen beschrieben. Weiter wird detailiert auf die Regulierungsaspekte eingegangen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-262 alignright" style="border: 1px solid black; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="blueprint" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/11/blueprint.png" alt="blueprint" width="220" height="297" />Auf gut 200 Seiten breitet die britische NGO Transform ein Szenario für die Zeit nach dem Krieg gegen die Drogen aus: <a href="http://www.tdpf.org.uk/blueprint%20download.htm" target="_blank">Blueprint for Regulation</a> (pdf &#8211; auf Englisch | Creative Commons Lizenz).</p>
<p>Nach einer Bestandsaufnahme der herrschenden Drogenpolitik werden fünf Szenarien der Regulierung von den derzeit illegalisierten Drogen beschrieben. Weiter wird detailiert auf die Regulierungsaspekte eingegangen: Wie wird die Produktion, der Handel etc. organisiert und kontrolliert?</p>
<p>Zentral bei einem solchem Legalisierungsvorhaben sind die herrschenden Gesetze: Transform geht auf die internationale und lokalen Gesetzgebungen ein und schildert ein mögliches Vorgehen, diese an einen Regulierungsprozess anzupassen.</p>
<p>Schließlich wird noch auf bestehende Beispiele der Regulierung von Drogen eingegangen: Alkohol, Tabak, Cannabis, Aufputschmittel, Psychopharmaka, Depressiva.</p>
<p>Transform hat auch <a href="http://vimeo.com/user1755171" target="_blank">einige Statements</a> zum Thema auf Video gesammelt.</p>
<p><span id="more-260"></span></p>
<p><object width="480" height="270" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7548717&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7548717&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /></object></p>
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		<title>Tabubruch: Britischer Regierungsberater gefeuert</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 11:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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Der Vorsitzende des britischen Advisory Council on the Misuse of Drugs (ADMD), David Nutt, wurde vergangen Freitag vom britischen Innenminister Alan Johnson entlassen. Letzterer argumentiert: &#8220;Er wurde gebeten zu gehen, weil er nicht gleichzeitig Regierungsberater und Aktivist gegen Regierungspolitik sein kann&#8221;.
Im Zentrum der Auseinandersetzung ist die Neubewertung von Cannabis durch die britische Regierung. Entgegen dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-255" title="estimating_drug_harms-3" src="http://dropo.net/wp-content/uploads/2009/11/estimating_drug_harms-3.png" alt="estimating_drug_harms-3" width="480" height="324" /></p>
<p>Der Vorsitzende des britischen <a title="Advisory Council on the Misuse of Drugs" href="http://drugs.homeoffice.gov.uk/drugs-laws/acmd/">Advisory Council on the Misuse of Drugs</a> (ADMD), David Nutt, wurde vergangen Freitag vom britischen Innenminister Alan Johnson entlassen. Letzterer <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/2009/nov/02/drug-policy-alan-johnson-nutt" target="_blank">argumentier</a>t: &#8220;Er wurde gebeten zu gehen, weil er nicht gleichzeitig Regierungsberater und Aktivist gegen Regierungspolitik sein kann&#8221;.</p>
<p>Im Zentrum der Auseinandersetzung ist die Neubewertung von Cannabis durch die britische Regierung. Entgegen dem Rat von ACMD wurde sie dieses Jahr aus <a href="http://www.homeoffice.gov.uk/drugs/drugs-law/Class-a-b-c/" target="_blank">Kategorie C wieder auf Kategorie B</a> hinaufgestuft und damit mit höheren Strafen für Nutzer und Händler belegt.</p>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Nutt hatte im Sommer einen Vortrag gehalten, der am Freitag in gedruckter Fassung vom Centre for Crime and Justice Studies veröffentlicht wurde: <a href="http://www.crimeandjustice.org.uk/estimatingdrugharms.html" target="_blank">Estimating drug harms:a risky business?</a> (pdf, 13 S.). Dort rührt Nutt an einem Tabu, da er die Gefährlichkeit von Alkohol und Tabak in Relation zu den illegalisierten Drogen setzt: &#8220;Wir müssen auf allen Ebenen voll auf Harm Reduction-Ansätze setzen und vor allem die künstliche Abtrennung von Alkohol und Tabak als &#8220;Nicht-Drogen&#8221; beenden.&#8221; Laut Nutt sei Cannabis und Ectasy harmloser als Alkohol.</p>
<p>Die britische Regierung sieht sich nun vor dem Problem, dass offenbare zahlreiche oder sogar alle Mitglieder des 30-köfpigen Drogenbeirats über einen Rücktritt nachdenken; zwei vollzogen diesen bereits am Wochenende, <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/2009/nov/02/david-nutt-alan-johnson-drugs" target="_blank">wie der Guardian berichtete</a>.</p>
<p>Die Meinung in der britischen Presse sind geteilt. Die rechtskonservative Kommenatorin Melanie Phillips <a href="http://www.melaniephillips.com/articles-new/?p=691" target="_blank">sieht in der Zeitung Daily Mail </a>eine Kampagne von Pharmaindustriellen am Werk, die auf Drogenlegaliserung spekuliere, um damit Geld zu verdienen. Darüberhinaus behauptet Phillips Drogen wie Alkohol ließen sich nicht mit illegalisierten Drogen vergleichen. Auch wiederholt sie das ewig gleiche und unbelegte Argument, dass die Relativierung der Gefahr &#8220;illegaler Drogen&#8221; mehr Jugendliche in den &#8220;Drogen-Aufzug&#8221; befördern würde.</p>
<p>Ganz anders <a href="http://www.politics.co.uk/comment/legal-and-constitutional/comment-lying-to-kids-is-the-first-lesson-of-politics-$1337484.htm" target="_blank">sieht es Ian Dutt</a>: Er geht auf die aufgeklärte Sicht von Jugendlichen in Drogenfragen ein und stellt im Zusammenhang mit dem Fall Nutts fest: &#8220;Es könnte gar keine bessere Stunde geben ein politisch bewußtes Leben zu starten: Die Regierung gibt nicht die Wahrheit von sich&#8221;.</p>
<p>Letztlich scheint der Innenminister ein Eigentor geschossen zu haben. Erstes fragt sich nun, warum man Berater braucht, wenn sie sowie so nur der Meinung der Regierung sein dürfen? Und zweitens, hat er ungewollt eine Debatte in Gang gesetzt, die an den Grundpfeilern der Drogenprohibition rührt. Angesichts der Vorgänge in den USA in Sachen Diskurs über die Cannabislegalisierung ein schlechter Zeitpunkt für Prohibitonsbefürworter.</p>
<p>(Die oben stehende Grafik stammt aus der Publikation des Vortrags von Nutt)</p>
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