Studie: Strafverfolgung und Gewalt

homocide

Unlängst wurde die kanadische Studie “Effect of Drug Law Enforcement on
Drug-Related Violence: Evidence from a Scientific Review” veröffentlicht. Die Studie liegt als pdf zum Download vor (26 Seiten) – erstellt wurde sie vom Urban Health Research Initiative (UHRI) in British-Columbia. Sie erscheint vor dem Hintergrund eines geplanten Gesetzes der konservativen Regierung (Bill C-15), das eine Mindesthaftstrafe für Verstöße gegen die Drogengesetzgebung vorsieht.

Für die Studie wurde intensiv Recherche betrieben und 306 englischsprachige Drogenstudien aus den letzten 20 Jahren gefunden; aus diesen wiederum wurden 15 herauskristallisiert, die unmittelbar die Folge von Strafverfolgung auf Gewalt behandeln. Allgemeiner Tenor: Repression führt zu mehr Gewalt.

Dieser Zusammenhang lässt sich gut im oben abgebildeten Diagramm sehen: Deutlich ist der Anstieg der Morde in den Jahren der Alkoholprohibition in den USA zu erkennen – er bewegt sich parallel zu den Pro-Kopf Ausgaben für Strafverfolgung. Ebenso steigen nach dem Ausrufen des “War on Drugs” durch Nixon Anfang der 70er Jahre sowohl die Ausgaben als auch die Morde.

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Krieg, Drogen, ,,War on Drugs”

Drogenkontrolle und Drogenpolitik – Teil 3

Teil 3 der Serie “Drogenpolitik und Drogenkontrolle” handelt von Krieg, Kämpfen, Drogen und Gewalt. Es geht um die Rolle von Drogen in Kriegen und die desaströse Politik des “War on Drugs” (Teil 2 siehe hier).

Ob es Wein, Haschisch oder Opium war, mit dem sich die Assasine zudröhnten, ist umstritten. Auf jeden Fall sollen Drogen im Spiel gewesen sein, wenn die Prototypen der Selbstmordattentäter damals im 11. Jahrhundert vom “Alten Mann vom Berg” als tödliche Abgesandte zu den Herrschern in Bagdad geschickt wurden. Ein knappes Jahrtausend später warfen die Soldaten der Nazi-Wehrmacht Amphetamine ein, um den Krieg durchzustehen. Und im April 2001 wurden in Afghanistan vier kanadische Soldaten von einem US-amerikanischen Kampfflugzeug durch “friendly fire” in den Soldatenhimmel pulverisiert. Die beiden Piloten standen ebenfalls unter Speed – offensichtlich hatte die “Go-Pill” bei den Fliegern zu viel Tatendrang geweckt.

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