Website: CEDRO – Centrum for Drug Research

Leider wurde das Zentrum für Drogenforschung – CEDRO – an der Amsterdamer Universität 2004 geschlossen. Doch besteht die Website der Einrichtung weiter. Es finden sich in der “Libary” etliche Artikel aus den Jahren 1996 bis 2004 zur Drogenforschung- hauptsächlich auf Englisch, Niederländisch – aber auch Französisch, Spanisch und Deutsch. Der Bookstore bietet Restexemplare von Publikation des Instituts an, die kostenlos zugeschickt werden. Das Institut wurde von dem mittlerweile pensionierten Peter Cohen geleitet, der den Begriff “Drug-Prohibition Church ” (Artikel auf Deutsch) für das UN-Drogensystem prägte.


Geschichte und Ideologie der internationalen Drogenpolitik

Drogenpolitik und Drogenkontrolle 1. Teil

Die Illegalisierung bestimmter Drogen beruht kaum auf medizinisch und empirisch haltbaren Annahmen.

Trotz Kriminalisierung der KonsumentInnen, ProduzentInnen und HändlerInnen und hoher Strafen ist die Durchsetzung deutlich gescheitert: Cannabis, LSD, Ecstasy, Kokain und Heroin sind ohne großen Aufwand auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. Trotzdem wird seit Jahrzehnten weltweit ein repressiver und prohibitionistischer Ansatz verfolgt.

VerliererInnen der herrschenden Drogenpolitik und des Drogenweltmarktes sind auf der einen Seite die NachfragerInnen, also die KonsumentInnen, die durch die Illegalisierung eine enorme künstliche Teuerung hinnehmen müssen. Auf der anderen Seite, zumindest im Falle der organischen Drogen, sind es die ursprünglichen AnbieterInnen, also die Bauern und Bäuerinnen, die Cannabis, Opium und Koka in den so genannten Entwicklungsländern anbauen. Ob ihr Dope oder Koks fair gehandelt wurde, interessiert die KifferInnen und KokserInnen in den Industriestaaten nicht. Und von den enormen Gewinnspannen des Drogenmarktes haben die AnbauerInnen jedenfalls wenig (mehr dazu im 2. Teil).

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