Afghanistan: 50 Drogenhändler auf “capture or kill”-Liste

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50 führende Drogenhändler in Afghanistan stehen auf einer”capture or kill”-Liste des US-Militärs: Sie sollen festgenommen oder ggf. getötet werden. Dieses Vorgehen sei unter den “Rules of Engagment” legal, heisst es seitens der Streitkräfte. Von der Existenz einer “joint integrated prioritised target list” hatte The Times unlängst aus einem nicht-veröffentlichten Bericht an den US-Senat erfahren (der findet sich hier als 30-seitiges pdf: Afghanistan’s Narco War: Breaking the Link between Drug Traffickers and Insurgents).

Steve Rolles von der britischen NGO Transform wundert sich über die Berichterstattung zu dieses Geschichte. Die US-Straflosigkeit sei so verinnerlicht worden, dass niemand nach der Rechtmäßigkeit außergerichtlichen Tötens frage -  laut internationalen Gesetzen sei es illegal und wohl auch nach US-Gesetzen, so Rolles in einem ausführlichen Bericht auf stopthedrugwar.org.

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Strategiewechsel in Afghanistan

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Richard Holbrooke, der Sondergesandte von US-Präsdident Obama für Afghanistan, hat Ende Juni auf einer Afganistankonferenz einen Strategiewechsel verkündet: Eine weitere Vernichtung von Opiumfeldern würde es nicht geben, sagte er gegenüber Reuters: “So I need to stress this: the poppy farmer is not our enemy. The Taliban are. And to destroy the crops is not an effective policy and the U.S. has wasted hundreds and hundreds of millions of dollars on this program, and that is going to end.” Vielmehr, so Holbrooke, soll der Handel mit Vorläuferstoffen bekämpft werden und die Drogen-Großhändler. Mehr »